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Kultur + Lifestyle Reise

Paseo por el Parque de María Luisa en Sevilla.

Historische Institutionen – spanische Parks.

Je weiter in Spanien nach Südwesten gereist wird, desto grösser und schöner werden die Parks der Städte. Ob Valencia, Alacant, Cádiz, oder eben Sevilla, sie alle glänzen mit prächtigen Anlagen, die eine Mischung aus botanischem Garten und schattiger Oase sind. In ihnen entflieht der Städter der drückenden Sommerhitze. Die angeschlagenen normas, keine Musik und anderes, das die Erholung stören könnte, sind keine Empfehlung, sondern werden rigoros durchgesetzt. Parkbesucher, die sich nicht daran halten, kassieren umgehend eine multa oder fliegen aus dem Park. Im Parque de María Luisa wacht über die normas die berittene Policía Nacional auf stattlichen andalusischen Hengsten, die nicht selten aus der Gegend um Jerez de la Frontera stammen. Daher ist der Park auch bis Mitternacht, wenn er im Sommer schliesst, ein sicherer Ort.

Policía Nacional – Parque de María Luisa Sevilla.

Policía Nacional – Parque de María Luisa Sevilla.

Normas de uso – Parque de María Luisa Sevilla.

Normas de uso – Parque de María Luisa Sevilla.

In Jerez de la Frontera schlägt das Herz der traditionellen andalusischen Pferdezucht und Reitkunst in der Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre, soetwas wie die Spanische Hofreitschule in Wien auf höherem Niveau. Wiener mag das verärgern. Immerhin wird die Wiener Reitschule mir ihren Insignien in der Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre gewürdigt.

Fundación Real Escuela Andaluza Del Arte Ecuestre Jerez de la Frontera.

Fundación Real Escuela Andaluza Del Arte Ecuestre Jerez de la Frontera.

Die Zeit der Almohades hinterliess in al-Andalus ein prächtiges Erbe an Gärten, welche die iberische Halbinsel bis zu jener Zeit so noch nie gesehen hatte. Das größte Juwel findet sich unstrittig über Granada in der Alhambra. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, gespeist aus der Sierra Nevada, zaubert eine Traumwelt. Es blüht, duftet, plätschert und besonders nachts befindet der Besucher: Ja, das muss wohl die Exotik wie in hazār-u yak šab, Tausendundeine Nacht, erzählt wurde sein. Aber auch Sevilla steht dem nicht weit hinten nach. In den Reales Alcázares de Sevilla, finden sich ebenso einige exotischen Meisterwerke der Almohades. Gemein ist den Gärten dieser Zeit, dass sie nur für eine kleine Elite gedacht waren, zu deren Erholung und Repräsentation.

Real Alcázar de Sevilla.

Real Alcázar de Sevilla.

Aber auch ein guter Teil spanischer Gärten, die beginnend mit der Entdeckung der neuen Welt angelegt wurden und heute für die Öffentlichkeit gedacht sind, wurden nicht aus altruistischen Motiven für das gemeine Volk angelegt. Sie kultivierten aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus bisher unbekannte Pflanzenarten aus Neuspanien, um sie, falls möglich, für den alten Kontinent nutzbar zu machen. Die bekanntesten Beispiele sind die Tomate (s.u.) und Kartoffel (s.u.). Und so finden sich auch auf Teneriffa, als Drehkreuz zur Neuen Welt, mit dem Jardín de Aclimatacíon de La Orotava und Jardines Hijuela del Botánico (s.u.), die schönsten Beispiele dieser Gärten.

Jardín de Aclimatacíon de La Orotava Teneriffa – auf Geheiß des Carlo Sebastiano di Borbone.

Jardín de Aclimatacíon de La Orotava Teneriffa – auf Geheiß des Carlo Sebastiano di Borbone.

 

Jardines Hijuela del Botánico Teneriffa – 4.000 m² Idylle.

Jardines Hijuela del Botánico Teneriffa – 4.000 m² Idylle.

Parque de María Luisa Sevilla – die Geschichte.

Der Parque de María Luisa liegt am Ufer des Guadalquivir. Grosse Teile waren einst Gartenanlagen des Palacio de San Telmo, der Ende des 17. Jhd. errichtet wurde. Er diente ursprünglich als Internat für Waisenkinder, die zu Seeleuten, ein Mangelberuf, ausgebildet werden sollten und lag ausserhalb der Stadtmauern nahe der Muelle del V Centenario, die an Fernando Magellan erinnert. Von dort brach am 10. August 1519 seine Armada auf, die zur ersten Weltumsegelung der Geschichte auslief. Der Portugiese Fernão de Magalhães dürfte geahnt haben, was auf ihn zukommt und so legte die Flotte an diesem Sonntag vorerst ohne ihn in Sevilla ab. Fernão hatte noch seine Angelegenheiten zu regeln, setzte am 24. August 1519 in Sevilla sein Testament auf und reiste dann der Flotte nach, die mittlerweile in Sanlúcar de Barrameda vor Anker lag, um dort mit Proviant und Tauschwaren beladen zu werden. Ihr Tiefgang war in beladenem Zustand zu gross, um den Guadalquivir hinunter zu segeln. Am Samstag des 20. September 1519, stach die Flotte von dort in See. Lediglich 18 Mann der 242 in Sevilla aufgebrochenen Seeleute, kehrten lebend zurück. Magellan selbst kam am 27. April 1521 bei Kämpfen auf den Philippinen auf der Insel Homonhon ums Leben, da die Einheimischen kein Interesse daran hatten, ihre Insel zufällig vorbeisegelnden Seeleuten zu übergeben und auch noch deren Glauben anzunehmen. Die ganze waffentechnische Überlegenheit und Feuerkraft der Invasoren nutzte nichts.

Rekonstruktion der Victoria von Fernão de Magalhães im Guadalquivir Sevilla.

Rekonstruktion der Victoria von Fernão de Magalhães im Guadalquivir Sevilla.

Zu späterer Zeit wurde aus dem Palacio de San Telmo die Universidad de Mareantes, eine Universität für Bootsführer und Lotsen. 1893 stiftete Maria Luisa Fernanda von Spanien (* 30.01.1832, Madrid – † 2.02.1897, Sevilla), Infantin von Spanien, die Parkanlagen der Universität der Stadt Sevilla. Ein recht üblicher Akt, um Wohlwollen gegenüber dem Volk zu bekunden. 19 Jahre tat sich dann einmal nichts. Erst 1911 wurde der französische Landschaftsarchitekt Jean-Claude Nicolas Forestier, dem ein Denkmal im Parque de María Luisa gewidmet wurde, beauftragt, den Park in seiner heutigen Ausrichtung zu entwerfen. Es galt eine stattliche Fläche von 40 Hektar zu gestalten.

Exposición iberoamericana de 1929 Sevilla.

Exposición iberoamericana de 1929 Sevilla.

So richtig Fahrt nahm die Angelegenheit aber erst mit General Miguel Primo de Rivera y Orbaneja (* 08.01.1870, Jerez de la Frontera – † 16.03.1930, Paris) auf, im bürgerlichen Beruf Diktator, der von 1923 bis 1930 Spanien in den Würgegriff nahm. Er begann auch mit der Tradition, unliebsame Zeitgenossen wie seinen Finanzminister Señor Marticertia oder den Basken Miguel de Unamuno y Jugo (s.u.), nach Fuerteventura zu deportieren und dort unbemerkt verschwinden zu lassen. Unamuno gelang gerade noch die Flucht nach Paris, ersterem nicht. Jedenfalls beschloss General Rivera im neu zu gestaltenden Garten die Exposición iberoamericana de 1929 abzuhalten, eine Ausstellung ganz nach dem Geschmack eines Diktators. Sie sollte die gute Zusammenarbeit Spaniens mit den ehemaligen Kolonien festigen, gütiger Imperialismus light. Dem Diktator war es wohl ein Dorn im Auge, dass das aufmüpfige und separatistische Barcelona in jenem Jahr die renommierte Weltausstellung Exposició Internacional de Barcelona (20.05.1929 – 15.01.1930) abhalten würde. Da bot sich die Hauptstadt Andalusiens, Sevilla, an, um gegen zu halten. In Zeiten der Rivera wie auch der Franco Diktatur, waren die andalusischen Grossgrundbesitzer wie auch die spanische römisch-katholische Kirche, enge Verbündete der Diktatoren, um ihre Macht im Staat zu festigen, die bis heute wirkt. Barcelona hingegen installierte auf den Bunkers del Carmel Flackgeschütze (s.u.) und feuerte auf die spanische Luftwaffe. Mit den Katalanen hatte es Madrid noch nie leicht. Das musste der Habsburger Carlos primero, Gründungsvater des heutigen Spaniens, sowie alle seine Nachfolger über General Franco bis aktuell Pedro Sánchez feststellen.

Bunkers del Carmel Barcelona.

Bunkers del Carmel Barcelona.

Dass die Exposición iberoamericana de 1929 in wirtschaftlichen Belangen massiv gegen die Exposició Internacional de Barcelona 1929 abfallen würde, nicht nur wirtschaftlich, war vorhersehbar. In Barcelona zeigte die Welt die Moderne. Es sei nur an den Mies van der Rohe Bungalow gedacht, der in Sachen moderner Architektur und Inneneinrichtung Geschichte schrieb. Also beschloss General Rivera, monumental dagegen zu halten. Geeignet dafür schien der in Andalusien gerade angesagte Architekt Aníbal González Álvarez-Ossorio (10.06.1876, Sevilla – 31.05.1929, Sevilla), der ganz Andalusien mit neoklassizistischen Bauten, wie beispielsweise das weniger bekannte Casino in Aracena, überzog.

Aníbal González Álvarez-Ossorio – das Casino in andalusischen Aracena.

Aníbal González Álvarez-Ossorio – das Casino in andalusischen Aracena.

González ging für die Exposición iberoamericana de 1929 einen Schritt weiter und widmete seine Bauten im Parque de María Luisa dem Eklektizismus. Monumental wie sie sind, lässt González mit ihnen architektonisch die Zeit Spaniens als Kolonialmacht wieder aufleben. Die imposanten Bauten des Plaza de España, der Palacio del Renacimiento oder Mudéjar Pavillon, können kaum anders gedeutet werden. Wird der Eklektizismus in der Architektur als „Beginn der Moderne“ verstanden, dann fand sie mit dem Mies van der Rohe Bungalow in Barcelona bereits ausgeprägt statt: Keine Schnörkel, Purismus, offene Räume, geradliniges Mobiliar. Das alles steht für die Idee „Form follows function!“, die Dieter Rams derart brillant bei Braun umsetzte, dass Apple den Meister bis heute offen kopiert.

Mies van der Rohe Bungalow Barcelona.

Mies van der Rohe Bungalow Barcelona.

Caminada por el Parque de María Luisa – Spaziergang durch den Park.

Der Parque de María Luisa öffnet um 8:00 Uhr seine Tore und hält diese in den Sommermonaten bis Mitternacht, in den Wintermonaten bis 22:00 Uhr, offen. Wer den ganzen Park erkunden will, kann problemlos einen ganzen Tag in ihm verbringen.

Mapa Parque de María Luisa Sevilla.

Mapa Parque de María Luisa Sevilla.

Der nördliche Teil, dort wo der Plaza de España angesiedelt ist, präsentiert sich dicht bewachsen mit lauschigen kleinen Plätzen, Teichen und Bänken. Er liegt frühmorgens im Schatten und entfaltet seine Schönheit in den Sommermonaten erst zu Mittag, wenn sich die flirrende andalusische Hitze über Sevilla legt. Erst dann brechen die Sonnenstrahlen zaghaft durch das dichte Grün des Blätterdachs. Eine Oase der Ruhe und Kühle tut sich auf, ein Duft aus Blüten liegt in der Luft, verweilen und geniessen zur Mittagszeit, dafür sind diese Orte gedacht.

Gegen Süden hin gestaltet sich die Parkanlage immer offener, bis der Park auf den grossen Plätzen um das Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla, Museo Arqueológico de Sevilla und dem Pabellón de México im Süden endet. Dort ist der Besucher der andalusischen Sonne schutzlos ausgesetzt, weshalb der südliche Teil am besten morgens oder am späteren Nachmittag besucht wird. Da die Hauptachse des Parks recht genau Nord-Süd verläuft, ist das Licht auf diesen Plätzen früh wie spät schön anzusehen, mittags gibt sich dieser Ort aber feindselig.

Abgesehen davon, dass es immer lohnend ist, den Parque de María Luisa zu besuchen, kann keine optimale Tageszeit empfohlen werden. Sie hängt davon ab, was im Park gesucht wird. !Viva España! wandert zur Morgenzeit von Nord nach Süd und folgt den unzähligen glorietas im Park. Sie wurden in einer öffentlichen Liste auf Google Maps markiert. So kann die Route nachgegangen, oder eben auch ganz anders gegangen werden. Der Link findet sich unten wie auch eine Karte des Parks als Download.

Highlights des Parque de María Luisa Sevilla auf der Google Maps Liste von !Viva-España!

Highlights des Parque de María Luisa Sevilla auf der Google Maps Liste von !Viva España!

Plaza de España – schwelgen im Glanz der Kolonialmacht.

Der Caminada por el Parque de María Luisa beginnt zeitig am Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen klettern gerade über die Bauwerke am Plaza de España und bringen das Wasser des Springbrunnens, der mittig den halbkreisförmigen Plaza schmückt, zum Leuchten. Die Wasserfontaine hebt sich elegant von den backsteinfarbenen Bauten ab, die Aníbal González Álvarez-Ossorios Gedanken entstammen. Der Meister selber steht gegenüber im Westen auf einem Sockel. Von der frühen Sonne ins rechte Licht gerückt, kann er von dort den gesamten Platz und seine Bauwerke überblicken. Noch nicht sehr lange, denn er wacht dort erst seit dem 27. Mai 2011. Aníbal selber wird kaum fotografiert, seine Bauwerke dafür umso intensiver.

Aníbal González Álvarez-Ossorio Plaza de España – Parque de María Luisa Sevilla.

Aníbal González Álvarez-Ossorio Plaza de España – Parque de María Luisa Sevilla.

Der erste Eindruck am Plaza de España: Imposant! Trotz der Grösse des Platzes und der Bauwerke, fühlt sich der Besucher dennoch nicht klein und verloren, wenn zeitig am Morgen nur wenige Menschen den Ort bevölkern. Das ist interessant und gelungen. Es liegt wohl daran, dass eine flussartige Wasseranlage vor dem Palast, so könnte das Ensemble gesehen werden, angelegt wurde, auf denen sich der Tourist rudern lassen, oder die mit kleinen Brücken überquert werden kann. An der Westfassade finden sich kleine Sitznischen, kunstvoll mit azulejos ausgeführt, die jeweils eine Provinz Spaniens repräsentieren. Im spanischen Eklektizismus waren sie sehr angesagt und das wird sich an vielen glorietas im Park wiederholen. Die schönsten Beispiel des spanischen Eklektizismus findet sich vielleicht im Barrio de Los Hoteles in Santa Cruz de Tenerife (s.u.). Die Entwicklungsgesellschaft Sociedad de Edificaciones y Reformas Urbanas (S.E.R.U), errichtet mit Los Hoteles von 1888 bis 1922 einen Bezirk für wohlhabende Städter am sehenswerten Parque Municipal García Sanabria. Ein Kleinod in Los Hoteles ist die Plaza de Los Patos, dessen Zentrum ein Brunnen schmückt, der eine kleinere Kopie der Fuente de las Ranas des Parque de María Luisa ist (s.u.).

Barrio de Los Hoteles Santa Cruz de Tenerife.

Barrio de Los Hoteles Santa Cruz de Tenerife.

 

Santa Cruz de Tenerife – Plaza de Los Patos.

Santa Cruz de Tenerife – Plaza de Los Patos.

Der Plaza de España, so hatte sich das General Rivera sicher vorgestellt, ist herrschaftlich. Daher fand in den Gebäuden zur Exposición iberoamericana de 1929 auch die spanische Technologieausstellung statt. Es wurde das gezeigt, was es nach Barcelona nicht schaffte. Nicht nur dem General auch Hollywood gefiel der Plaza de España. 1962 wurden dort beispielsweise Szenen zu Lawrence von Arabien gedreht.

Plaza de España – Parque de María Luisa Sevilla.

Plaza de España – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta de Bécquer – der Romantische Dichter ohne Leser.

Vom Plaza de España führt der paseo durch den Park ein kurzes Stück Richtung Westen. Es wird eine üppige Sumpfzypresse erreicht, die von einem Schmiedeeisernen Zaun eingefasst wird. Das Blätterdach dieses, nur am amerikanischen Kontinent, dort vor allem in Mittelamerika, heimischen Baumes, ist derart dicht, dass morgens kein Sonnenstrahl die Büste des Gustavo Adolfo Bécquer erreicht. Genau genommen handelt es sich um Gustavo Adolfo Domínguez Bastida (* 17.02.1836, Sevilla – † 22.12.1870, Madrid), der den Künstlernamen seines Vaters „Bécquer“ annahm. Er war ein bekannter und angesehener Maler in Sevilla und wollte sich durch die Wahl des Namens „Bécquer“ in die Nähe der flämischen Meister rücken. Sein Sohn Gustavo wollte durch die Wahl des Namens einwenig vom Glanz des Vaters abbekommen, was wenig gelang, denn seine literarischen Werke fanden grossteils erst posthum Leser.

Gustavo Adolfo Domínguez Bastida alias Gustavo Adolfo Bécquer.

Gustavo Adolfo Domínguez Bastida alias Gustavo Adolfo Bécquer.

Gustavo Adolfo Bécquer dichtete im Stil der Romantik, sein Vorbild Heinrich Heine, aber das Thema war zu seiner Zeit schon durch. Das muss gewusst werden, um das für ihn errichtete Denkmal zu verstehen: Der Meister mit strengem Blick hoch am Sockel unter der Sumpfzypresse, umringt von schmachtenden Damen. Interessanter sind hingegen die beiden Engel, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, einer liegt dem Meister zu Füssen, das Herz mit einem Pfeil Amors durchbohrt, die „amor herido“, die verletzte Liebe. Romantik pur. Die glorieta wurde am 9. Dezember 1911 enthüllt. Sie entstand auf Initiative der Familie Álvarez Quintero, die Bécquer heiss verehrte. Das Geld dafür stammte aus einer Sammlung, welche die Familie weltweit initiierte. Der Mittelzufluss war so hoch, dass das gesamte Budget nicht für das Denkmal ausgeschöpft werden musste. Die Glorieta de Bécquer ist ein fabelhafter Ort, um der sommerlichen Mittagshitze Sevillas zu entfliehen. Da sie etwas versteckt liegt, wird der Ruhesuchende auch nicht von dauerfotografierenden Touristen belästigt.

Punto de Lectura – der Verlegerpersönlichkeit Álvarez-Ossorio.

Vom romantisch schmachtenden Gustavo Adolfo Bécquer, geht es Richtung Süden zu Handfesterem, zum Punto de Lectura. Dort ist Torcuato Luca de Tena y Álvarez-Ossorio (* 21.02.1861, Sevilla – † 15.04.1870, Madrid) eine Büste gewidmet. Torcuato Luca war ein liberaler Geist und entdeckte schon als Kind seine Passion für die Presse, gab bereits mit zwölf eine Kinderwochenzeitschrift heraus. Daraus wurde final die Prensa Española, S. A., in jener Zeit eines der bedeutendsten Pressehäuser Spaniens. In Bezug auf Leserschaft, Ausrichtung und technischer Ausstattung, war es jedenfalls das modernste des Landes. Die ersten Publikation kamen unter den interessanten Namen Blanco y Negro und ABC heraus. Torcuato Luca de Tena y Álvarez-Ossorio war ein liberaler Geist, der aus einer einflussreichen Industriellenfamilie stammte, die der Moderne zugewandt war. Torcuato Luca war bis zur Militärdiktatur Rivera Abgeordneter der Partido Liberal-Conservador. Die beiden Ministerposten, die ihm angeboten wurden, lehnte er jedoch jedesmal ab. Seine Studien und sein Schaffen bescherten ihm einige prestigeträchtige Titel. Die Monarchie verlieh ihm den Titel „marqués“. Auf seiner Todesanzeige fand sich nach dem Willen Torcuato Luca keiner dieser. Lediglich die Bezeichnung „periodista“ schmückte seinen Namen. Das war seine Berufung. Das führen des Titels „marqués“ verbot ihm wohl seine liberale Einstellung, ein Zeugnis eines standhaften und uneitlen Charakters.

Estanque de Los Lotos – Duft und Idylle.

Der Punto de Lectura ist zum Verweilen wenig einladend. Die touristische Seite des Parks mit Radverleih und ähnlichem, auf die Torcuato Luca de Tena y Álvarez-Ossorio von seinem Sockel strengen Auges blickt, ist an diesem Ort sehr präsent. Doch Ruhe und Erholung ist für jene, die das suchen, nahe. Ein kleiner Spaziergang nach Westen und der Estanque de Los Lotos wird erreicht. Wie der Name verrät ein grosser Teich, in dem Lotusblumen schwimmen. Kindern wird diese Ecke des Parks besonders gut gefallen, denn das Wasser ist fest im Griff einer Schwanenpopulation, die sich gerne füttern lässt. Umgeben ist der grosse Teich von lauschigen Pergolen, die mit wildem Wein, Efeu, Jasmin, Bigonien und anderem bewachsen sind. Entsprechend herrlich duftet es unter ihnen. Ein idealer Ort, um ganz in Ruhe ein Buch zu lesen oder für Pärchen, die vom Pfeil Amors getroffen wurden oder werden wollen. Unter den Pergolen wäre wohl Gustavo Adolfo Bécquer angetroffen worden. Flankiert werden die Pergolen von mächtigen Dachplatanen (Platanus acerifolia), unter denen auf Bänken schattig der Tag verträumt werden kann.

Estanque de Los Lotos – Parque de María Luisa Sevilla.

Estanque de Los Lotos – Parque de María Luisa Sevilla.

Monumento a Juan Sebastian de Elcano – im Schatten von Magellan.

Vom Estanque de Los Lotos, wird über die Allee Avenida Rodríquez de Casso, der nördliche Westausgang des Parque de María Luisa erreicht. Dort findet sich das Monumento a Juan Sebastian de Elcano. Mit dem Monument können wenige etwas anfangen. Daher wird es auch kaum aufgesucht. Auf einer Säule posiert kryptisch, in tobendem Verkehr, ein eiserner Stern. Das Ensemble wirkt wie eine russische Leihgabe vom roten Platz in Moskau. Seine Lage am Guadalquivir, nahe der Hafenmolen, könnte ein Tipp sein, wem es gewidmet wurde. „Elcano“, Juan Sebastián Elcano (* 1486 oder 1487, Getaria – † 04.08.1526, im pazifischen Ozean Richtung Molukken), wird nicht, wie in seiner baskischen Heimatstadt Getera bzw. spanisch Guetaria, mit einem Bildnis gewürdigt. Ihn trifft das Schicksal des Zweiten: Jeder kennt Magellan, Elcano kaum jemand. Nachdem Magellan bei Kämpfen auf den Philippinen ums Leben kam, finalisierte Elcano die erste Weltumsegelung der Menschheit. Da Elcano akribisch die täglichen Aufzeichnungen der Schiffsposition fortsetzte, konnte bei der Ankunft in Sevilla die Idee, die Erde wäre rund und würde sich rotierend durch das Weltall bewegen, untermauert werden. Bei der Ankunft in Sevilla „fehlte“ ein Tag, da die Flotte „mit der Zeit“ segelte.

Monumento a Juan Sebastian de Elcano – Parque de María Luisa Sevilla.

Monumento a Juan Sebastian de Elcano – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta de Juanita Reina – Copla andaluza.

Das Monumento a Juan Sebastian de Elcano ist kein Ort, der länger in den Bann zieht. Zurück in den Park in einen dicht bewachsenen Teil, zur Glorieta de Juanita Reina. Ein sternförmiger, achteckiger kleiner Springbrunnen mit traditionellen azulejos bildet das Zentrum einer kleinen Lichtung. Üppiges Grün, schattenspendende Bäume, einige Bänke. Ruhig ist es hier. Der touristische Trubel des Plaza de España findet seinen Weg nicht zur glorieta. Eine andere Welt. Das merkt der Besucher schon an ganz Profanem wie dem öffentlichen WC, das bei Juanita Reina kostenlos, am Plaza de España kostenpflichtig ist. Die 70 Cent wären kein Thema, nur wer hat heutzutage schon exakt 70 Cent einstecken? Könnte es nicht wenigstens ein Euro sein?

Juana Reina Schauspielerin und Copla andaluza Sängerin.

Juana Reina Schauspielerin und Copla andaluza Sängerin.

Gewidmet ist der schöne Ort Juana Reina (* 25. 08.1925, Sevilla – † 19.03.1999, Sevilla) und da Spanier allem die Verkleinerungsform anhängen, das sie besonders gerne haben oder dem sie die Härte nehmen wollen, ist es eben die Glorieta de Juanita. Sie war populäre Schauspielerin und Copla andaluza Sängerin. Der Copla muss nicht jedem geläufig sein, eine Art deutscher Schlager, der sich in den 1930igern entwickelte. Interessanterweise wird auch heute in spanischen Bars, Restaurants, Lokalen bis hin zum Fitnesscenter fast ausschliesslich spanische Musik gespielt, von der iberischen Halbinsel, Lateinamerika auch gerne. Lediglich für Touristen wird gelegentlich diese Tradition gebrochen.

Gegenüber des kleinen Springbrunnens findet sich ein dominantes Gebäude von eigener Architektur, das unergründlich nutzlos in der Gegend herumsteht. Ursprünglich diente es als Kiosk, wurde dann aber zum Amtsgebäude der Parkwache umfunktioniert, die in den 1980igern aufgelöst wurde. Diese Aufgabe erledigt heute die Policía Nacional. Schade um das Gebäude, denn es wäre ein fabelhafter Ort für einen Kiosk in spanischer Tradition.

Isleta de los Pájaros – el botánico.

Die kleine Insel der Vögel wird von der Glorieta de Juanita Reina Richtung Süden spazierend durch üppiges Grün erreicht: Ein natürlich anmutender Wasserlauf, der über eine schöne Steinbrücke zur Isleta de los Pájaros führt, der älteste Teil des Parks.

Isleta de los Pájaros – Parque de María Luisa Sevilla.

Isleta de los Pájaros – Parque de María Luisa Sevilla.

Parkbesucher, die sich für botanische Gärten interessieren, sind auf der Isleta de los Pájaros am richtigen Ort angekommen. Exotisch ist es. Gewächse aus Asien und den Amerikas formen ein exotisches, dicht bewachsenes Areal. Der Ailanthus altissima, „Götterbaum“, ist zu finden, der ursprünglich aus China und Vietnam stammt, sich aber als invasive Art mittlerweile über den ganzen Planeten verbreitet hat. Auch Laien erkennen ihn sofort, da er problemlos 30 Meter in die Höhe wächst. Weiter finden sich Bambus, Johannisbrot- und Feuerbäume, Oliven, Robinien, Liguster und mehr. Recht unauffällig positionierte Tafeln verraten dem Parkbesucher Name und Herkunft der Gewächse und den möglichen wirtschaftlichen Verwendungszweck. Auch der solide spanisch Sprechende sollte ein Pons zur Hand haben, denn mit Fachausdrücken wird verständlicherweise nicht gespart. Belebt wird die Szenerie nicht nur durch Touristen, sondern auch durch viele pájaros, Pfaue, Moschusenten und anderes Fluggetier, das zu früheren Zeiten gerne auf königlichen Tellern landete.

Botanischer Garten – Parque de María Luisa Sevilla.

Botanischer Garten – Parque de María Luisa Sevilla.

Botanischer Garten – Parque de María Luisa Sevilla.

Botanischer Garten – Parque de María Luisa Sevilla.

Besonders sticht auf der Isleta de los Pájaros der Pabellón de Alfonso XII heraus, optisch wie auch historisch. Er stammt noch aus den Zeiten des Parque San Telmo. Angeblich soll an diesem Ort Alfonso XII. de España seiner ersten Frau, der Cuisine María de las Mercedes, seine Liebe erklärt haben, die jedoch nicht sehr lange hielt. Für potentiellen Nachwuchs war das ein Segen. Auch wenn die historischen Porträts seines Sohns Alfonso XIII., der auf diesen nicht wie der hellste Geist wirkt, Überlegungen aufkommen lassen, so entstammt er doch aus der zweiten Ehe mit Maria Christina von Österreich. Bei Alfons Alfonso XIII. war es wohl die bewegte Inzucht Vergangenheit der Habsburger im 16. bis 18. Jhd., die in die Gene einschlug. Die angedeutete „Habsburger Lippe“ springt dem Kenner ins Auge und verheisst keine geistige Brillanz.

Alfonso XIII de España – „el Africano“.

Alfonso XIII de España – „el Africano“.

Jean-Claude Nicolas Forestier liess bei der Neugestaltung des Parks diesen Ort unberührt, wohl um keine Majestätsbeleidigung zu begehen. Der Pavillon ist nicht nur bei selfieschiessenden Touristen beliebt, sondern auch zeitig morgens, wenn weiches Morgenlicht auf ihn fällt und die Bevölkerung von Sevilla einschneidende Ereignisse ihres Lebens der Nachwelt dokumentieren wollen. Brautpaare oder Kinder, herausgeputzt für die Erstkommunion, nehmen dort Aufstellung und lächeln in die Kameras von Berufsfotografen, die in ihrer Karriere irgendwann stecken geblieben sind und gezwungen sind, diese Dramen abzulichten.

Pabellón de Alfonso XII Parque de María Luisa Sevilla.

Pabellón de Alfonso XII Parque de María Luisa Sevilla.

Alfonso XII. war keine Lichtgestalt der spanischen Geschichte. Unter ihm etablierte sich das „Restaurationssystem“, das durch Absprachen und Wahlfälschungen Karlisten und Republikaner aus dem politischen Prozess ausschloss. Doch sein Sohn Alfonso XIII. (* 17.05.1886, Madrid – † 28.02.1941, Rom), der ihm nachfolgte, konnte es noch besser und ruinierte das Ansehen der Linie final. Die desaströse Niederlage der spanischen Armee gegen marokkanische Aufständische bei Annual, verschaffte ihm den Beinamen „el Africano“. Auch vom Volk wurde er wenig geliebt und so entging er an seinem Hochzeitstag 1906 nur knapp einem Bombenattentat.

Obwohl dem spanischen Monarchen gemäss Verfassung eine grosse Fülle faktischer Macht zukommt, schaffte der körperlich wie geistig schwache Alfonso XIII. nicht, den Weg Spaniens in die Militärdiktatur zu verhindern, ebnete General Miguel Primo de Rivera vielmehr den Weg und hiess die Machtergreifung am 13. September 1923 ausdrücklich für gut. Alfonso kann mit gutem Gewissen als schwacher, charakterloser Opportunist beschrieben werden. Er wurde von den Cortes in der folgenden 2. Republik (verfassungsgebende Versammlung) wegen Hochverrat, Machtmissbrauch und Verfassungsbruch abgesetzt und zur Verhaftung ausgeschrieben. Alfonso konnte sich nach Rom absetzen, wo er starb und beerdigt wurde. Auf spanischem Boden war selbst sein Leichnam nicht willkommen. Alle seine Würden, Rechte und Titel wurden ihm und allen Nachkommen, ohne die Möglichkeit diese je wieder erwerben zu können, aberkannt.

Glorieta de la Concha – Muschel und Jahreszeiten.

Die Isleta de los Pájaros nach Süden verlassend, wird es lichter im Park. Die Glorieta de la Concha wird erreicht und auch wer noch so intensiv sucht, etwas muschelartiges ist hier nicht zu finden. Weiteres suchen ist zwecklos, denn der muschelartige Brunnen, der dem Ort seinen Namen gab, ist verschwunden. Er war ursprünglich von vier Statuen umringt, welche die vier Jahreszeiten darstellten. Sie stammten von Manuel Delgado Brackenbury (gelegentlich auch angelsächsisch Brackembury), der Bildhauer im zweiten Bildungsweg war, denn ursprünglich kam er aus dem militärischen Bereich. Der Teil des Parks wurde jedoch so vernachlässigt, dass er 1960 gänzlich neu gestaltet wurde. Die einzige Statue des Manuel Delgado Brackenbury, die über die Jahre nicht verschwand, der Winter, wurde von der Stadtverwaltung im Pabellón Mudéjar in Sicherheit gebracht. Die Statuen wurden durch neue ersetzt, der muschelförmige Brunnen, durch einen achteckigen ersetzt. Stimmung will in diesem Teil des Parks nicht aufkommen, weshalb er auch zumeist leer ist. Nichts hält, um länger an diesem seelenlosen Ort zu verweilen. Die Glorieta de la Concha wird wohl bald wieder so aussehen, auch nach der erneuten Renovierung Anfang 2000, wie in den 1960igern.

Fuente de las Ranas – auch in Teneriffa und Mexico zu sehen.

Die Fuente de las Ranas wurde vom Keramikkünstler Manuel García-Montalvan (* 06.12.1876, Sevilla – † 24.08.1493, Sevilla) entworfen. Die feine keramische Arbeit sowie die wasserspeienden Frösche fanden soviel Anklang, dass sie García-Montalvan zwei weitere Aufträge brachte. Touristen, die Teneriffa bereisen, werden eine kleinere Variante der Fuente de las Ranas am Plaza de los Patos im Barrio de Los Hotels in Santa Cruz de Tenerife finden (s.o., s.u.). Weiter gereiste stossen in Ciudad de México auf die zweite Variante dieses Brunnens.

Jardín de los Leones – ein sinnlicher Ort.

Wirkt die Glorieta de la Concha etwas freudlos, der Besucher verlässt sie ungerührt gelangweilt, erwartet den Parkspaziergänger direkt nach der Fuente de las Ranas wieder ein sympatischer Ort, der zum Verweilen einlädt, der Jardín de los Leones. Wie bei la Concha, kam für die Löwen mit Schild, die ein langgezogenes, keramisch verziertes Wasserbecken bewachen, der Bildhauer Manuel Delgado Brackenbury zum Zuge. Den Werken von Brackenbury ergeht es im Parque de María Luisa nicht sehr gut, entweder sie werden geklaut, wie die vier Jahreszeiten der la Concha oder wie hier beschädigt. Seitdem die Parkwache von der Polícia Nacional abgelöst wurde, die annähernd so unangenehm wie die Guardia Civil sein kann, ist das anders. Die städtische Parkwache, die in den 1980iger aufgelöst wurde, verbrachte wohl die meiste Zeit in ihrem Kiosk an der Glorieta de Juanita Reina. So wurden die Löwen 1957 durch Nachbildungen des Juan Abascal ersetzt. Auffällig sind auch die grossen, prominent platzierten Keramikvasen.

Jardín de los Leones – Parque de María Luisa Sevilla.

Jardín de los Leones – Parque de María Luisa Sevilla.

Eingerahmt wird die Anlage von dicht bewachsenen Pergolen, die von australischen Bigonien umrankt werden. Sie wurden unter Zypressen, Orangenbäumen, Dattelplamen und Rosenstöcken angelegt. Ein- und Ausgang der Anlage, werden durch Myrte Hecken markiert. Besonders im andalusischen Frühling ist der Jardín de los Leones ein Ort für die Sinne. Die Augen werden von Blütenpracht umworben, in die Nase steigen würzige, süsse, herbe Düfte. Ein guter Ort, um eine Zwischenrast bei der kleinen Wanderung durch die Parkanlage einzulegen.

Jardín de los Leones – Parque de María Luisa Sevilla.

Jardín de los Leones – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta de Doña Sol – erst den Wildschweinen, dann einer Herzogin gewidmet.

In Zeiten des Palacio de San Telmo, diente der Ort als Weide für Wildschweine und Hirsche. Erst in den 1959igern wurde das Gelände von Architekten Luis Gómez Estern neu gestaltet. Gewidmet wurde er Eugenia Sol María del Pilar Fitz-James Stuart y Falcó, Herzogin von Santoña (Gemeinde der autonomen Region Kantabrien), (* 01.08.1880, Madrid – † 04.03.1962, Madrid), da sie sich mit Sevilla sehr verbunden fühlte. Das war ausreichend, um ein bleibendes Andenken im Parque de María Luisa zu erhalten. Nun gut, ein ehemaliger Futterplatz für Wildschweine ist auch nicht der strahlendste Ort, passt aber, da der duquesa keine weiteren Leistungen von historischer Relevanz zugeschrieben werden können. Im wesentlichen glänzt der Ort durch die Baumpracht und anderes üppiges Grün. Als Kunstobjekt wurde eine römisch gekleidete weibliche Statue errichtet, die neckisch die linke Schulter und den Oberkörper enthüllt, die Brust aber derart gekonnt mit dem Arm verbirgt, dass wieder nichts zu sehen ist. Das mag ärgerlich sein. Für die Muse des Bildhauers war es bestimmt kein Leichtes, die Pose einzunehmen, die für das prüde Sevilla auch heute noch grenzwertig ist.

Glorieta Ofelia Nieto – Aida und Lohengrin.

Die Herzogin Sol María del Pilar musste nicht viel tun, um ihre glorieta im Parkt zu erhalten, anders verhält es sich bei der Glorieta Ofelia Nieto. Sie ist der Sopranistin Ofelia Nieto Iglesias (* 18.03.1898, Algete – † 22.03.1931, Madrid) gewidmet. Bereits zwanzig Tage nach ihrem Tod, stimmte der Stadtrat von Sevilla zu, Ofelia diese glorieta zu errichten. Das zeigt, welche Bedeutung die Sopranistin in Spanien hatte und nicht nur dort. In Florenz sang Ofelia die Titelrolle in Aida und Manon und tourte durch Lateinamerika. Der Höhepunkt ihrer Karriere unstrittig das Engagement durch Arturo Toscanini an der Mailänder Scala, um dort an der Seite von Aureliano Pertile in Lohengrin aufzutreten. Zwei Jahre danach, trat sie von der Opernbühne im Alter von 30ig Jahren, am Zenit ihrer Karriere, ab. Nur drei Jahre später, verstarb Ofelia Nieto Iglesias bei einer verpfuschten Gallenblasenoperation.

Glorieta Ofelia Nieto – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta Ofelia Nieto – Parque de María Luisa Sevilla.

Die Glorieta Ofelia Nieto ist jedenfalls ein schönes Gedenken an die Sopranistin und wurde von Architekten Juan Talavera y Heredia entworfen. Die u-förmige Gestaltung mit einem bühnenähnlichen Abschluss weisst darauf hin, dass in diesem anregenden Ambiente, das von Zypressen- und Oleanderhecken umrahmt wird, Konzerte stattfinden. Das Bildnis im Erker stellt Ofelia dar, die von zwei allegorischen Figuren, Musik und Gesang, flankiert wird. Ofelia selbst hält eine Rose in der Hand. Junge Mädchen, die sie berühren, wird gesagt, heiraten binnen eines Jahres. Also besser nur ansehen nicht anfassen! Links und rechts befindet sich zwei schmiedeeiserne Tore, durch die Künstler die Bühne betreten und verlassen können.

Glorieta Ofelia Nieto – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta Ofelia Nieto – Parque de María Luisa Sevilla.

Dem botanisch Interessierten sollte nicht der interessante Bewuchs der Glorieta Ofelia Nieto entgehen. Ulmen, Oleander, Eukalyptus, Ahorn, Eibe, Akazien oder Weißdorn gestalten die Szenerie dezent mit.

Monte Gurugú – eine koloniale Anspielung.

Der Monte Gurugú östlich der Glorieta Ofelia Nieto, ist eine Anspielung auf die ehemaligen spanischen Kolonialgebiete in Nordafrika. Bis auf die Enklaven Ceuta und Mellila ist nichts geblieben. Auf letztere spielt der Monte Gurugú im Parque de María Luisa an, denn an dessem Fusse an der Mittelmeerküste liegt die Enklave Mellila.

Der kleine Hügel im Park wurde errichtet, um die Bahnstrecke, die zum Amüsement der Besucher der Exposición iberoamericana de 1929 angelegt wurde, erlebnisreicher zu gestalten. Der eigenartige Durchbruch im „Monte Gurugú“ diente als Bahntunnel. Das hatte dann doch mehr infantilen Charakter und diente sicher nicht dazu, einer Technologieausstellung das rechte Image zu geben. Zur gleichen Zeit sah es in Barcelona gänzlich anders aus. Dort konnten Besucher der Weltausstellung das Gelände über die eigens errichtete spektakuläre Teleférico del puerto Barcelona (s.u.) erreichen. Sie sorgt noch heute für Nervenkitzel. Die Teleférico sollte das technisch Machbare jener Zeit vorführen. In Sevilla verkehrte die Liliputbahn wie im Wiener Prater.

Bahntunnel am Monte Gurugú – Parque de María Luisa Sevilla.

Bahntunnel am Monte Gurugú – Parque de María Luisa Sevilla.

 

Der 86 m hohe Turm Sant Sebastian der Teleférico del Puerto Barcelona.

Ansonsten ist der Monte Gurugú recht hübsch. Über einen idyllisch angelegten Steig, kann er erklommen werden. Oben findet sich unter dichtem Blätterdach ein Pavillon. Junge verliebte schätzen diesen Ort. Dort entspringt auch ein „Gebirgsbach“, der in den Park hinunter strömt. Die botanische Inszenierung des kleinen Hügels ist jedenfalls sehr gelungen, ein Kleinod und wer Glück hat, kann an den Himbeerstauden naschen, die sich dort ebenso finden.

Monumento Simón Bolívar – kein Freund der Spanier.

Auffällig ist, dass Monumente für nicht Spanier, vor den Park verbannt wurden. Dies traf Simón Bolívar wie auch Juan Sebastian de Elcano. Nur bei Jean-Claude Nicolas Forestier wurde eine Ausnahme gemacht. Das Denkmal für den Landschaftsarchitekt des Parks entstand jedoch erst in den letzten Jahren. Bis dahin wurde der Franzose nicht gewürdigt. Überhaupt sind die glorietas nur Persönlichkeiten und Personen aus Sevilla, Madrid oder Andalusien gewidmet. Was für ein Glück, dass der grosse Miguel de Cervantes Saavedra aus Alcalá de Henares, der Provinz Madrid, entstammte und für ihn keine Ausnahme gemacht werden musste.

Monument to Simón Bolívar – Parque de María Luisa Sevilla.

Monument to Simón Bolívar – Parque de María Luisa Sevilla.

Um zum Denkmal des Simón Bolívar zu gelangen, muss wie für Elcano, der Park in Richtung Westen zum Guadalquivir verlassen werden. Hoch zu Ross findet sich dort Bolívar. Besonders überraschend, dass dem Freiheitskämpfer in Sevilla ein Denkmal gewidmet wurde, denn als Freund der Spanier kann er kaum bezeichnet werden. Das Reiterstandbild stammt daher auch nicht aus den Zeiten der Exposición iberoamericana de 1929 sondern aus 1981. Aus dem Sattel heraus streckt Bolívar verheissungsvoll seine Arme zum Guadalquivir und einem Gebäude aus, das heute das Conservatorio Profesional de Danza Antonio Ruiz Soler beheimatet. Ursprünglich war dies der Pabellón de Argentina 1929. So gibt das wieder Sinn. Wer sich auf die Grünfläche des Monuments wagt, findet eine Tafel mit einem Zitat des aufmüpfigen Basken Miguel de Unamuno y Jugo (s.u.). Ein weiters Indiz, dass das Denkmal neueren Datums sein muss. Zu Zeiten des General Miguel Primo de Rivera wäre das undenkbar gewesen, verbannte er doch Unamuno bereits 1924 nach Fuerteventura und gedachte ihn dort beiseite zu schaffen (s.u.). Rechtzeitig konnte Unamuno noch nach Paris fliehen und da treffen sich die Wege des Diktators und Unamuno wieder. Rivera musste in Paris Asyl suchen, Unamuno kehrte von dort nach Spanien zurück und erhielt die Ehre, die 2. Republik zu proklamieren, die aber auch nicht sehr lange hielt

Monumento a Jean-Claude Nicolas Forestier – dem Architekten des Parks.

Wie Aníbal González Álvarez-Ossorios, erhielt auch Jean-Claude Nicolas Forestier erst in den letzten Jahren eine entsprechende Würdigung im Park. Dass die beiden zentralen Figuren und Schöpfer des Parque de María Luisa solange vom Ayuntamiento de Sevilla übersehen wurden, wirft kein gutes aber ein treffendes Bild auf die Stadt. Sehr imposant ist das Denkmal für Jean-Claude Nicolas Forestier nicht geworden, wird daher auch wenig beachtet. Die Ausführung eines Zeitstrahls über die Jahresringe eines Baumes mögen originell sein, das Thema ist aber mehr der Park an sich als Forestier. Nach der napoleonischen Besatzungszeit haben Franzosen in Andalusien ohnedies einen schweren Stand. Das mit Jean-Claude Nicolas Forestier ein französischer Landschaftsarchitekt beauftragt wurde, wirkt wie ein Akt der Verzweiflung als letzt mögliche Lösung eines anstehenden Problems

Glorieta de los Hermanos Álvarez Quintero – das Brüderpaar.

Die Glorieta de los Hermanos Álvarez Quintero ist dem Brüderpaar Serafín Álvarez Quintero (* 26.03.1871, Sevilla – † 12.04.1938, Madrid) und Joaquín (* 20.01.1873, Sevilla – † 14.06.1944, Madrid) gewidmet, zwei Dramatiker, die im Volksmund „Hermanos Álvarez Quintero“ genannt werden. Die Errichtung schlug der Maler Santiago Martínez der Stadtverwaltung vor, der Entwurf stammt von Aníbal González Álvarez-Ossorio. Auf den azulejos der Bänke finden sich Portraits der beiden Brüder sowie Zitate aus ihren Werken. Im Portal der glorieta wurden Bücherregale eingearbeitet. Sie werden jetzt dazu genutzt, gelesene Bücher abzulegen, um sie weiter zu reichen.

Fuente de los Toreros – gewidmet andalusischen Traditionen.

Auf den ersten Blick ist die kleine, idyllische Fuente de los Toreros dem Stierkampf gewidmet, doch die corrida de toros andalucía ist nur das zentrale Motiv. Park Spaziergänger sollten sich die Motive der, wie überall im Park, handgemalten azulejos der vier Bänke näher ansehen. Sie zeigen Motive aus dem traditionellen Leben in Andalucía: Gitarristen, Frauen in Tracht, picadores und toreros wie auch gitanos und mehr. Die Fuente de los Toreros liegt direkt aber versteckt hinter der Glorieta de los Hermanos Álvarez Quintero und ist von dieser auch nicht unmittelbar zu erreichen. Daher ist es an dem schönen Ort sehr ruhig, der dicht mit Orangen- und Buchsbäumen, Eukalyptus und anderen Gattungen bepflanzt ist, die wunderbare Düfte verströmen. Durch die Blätter lässt sich sogar ein Blick auf den weit entfernt liegenden Plaza de España werfen.

Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla.

Das Museo de Artes y Costumbres Populares liegt am Plaza Ameríca, ihm gegenüber das Museo Arqueológico de Sevilla. Während der Exposición iberoamericana war es der Pabellón de Industrias, Manufacturas y Artes Decorativas. Im heutigen Archäologiemuseum gegenüber, fand sich die Ausstellung der schönen Künste. Das Gebäude trugt zur Zeit der Ausstellung die Bezeichnung Palacio del Renacimiento (Renaissance Palast) und war mit Abstand das kostspieligste Gebäude am Plaza Ameríca. Selbst der Pabellón Mudéjar an der Ostseite des Museo de Artes y Costumbres Populares, der besonders anspruchsvoll ausgeführt werden musste, verschlang nur die Hälfte der Mittel. Der Mudéjar Pavillon nimmt ganz im Zeichen des Eklektizismus, Anleihen beim Mudéjarstil, einem arabischen Stil, den die Mudéjares auf die iberische Halbinsel brachten. Noch heute stammen einige Begriffe zum Bauwesen in der spanischen Sprache aus dieser Zeit und sind dem Arabischen entlehnt. Die Bauwerke stammen natürlich aus der Feder des Aníbal González.

Mudéjar Pavillon – Parque de María Luisa Sevilla.

Mudéjar Pavillon – Parque de María Luisa Sevilla.

Am Plaza Ameríca wurden noch einmal alle Register gezogen und eine schier unübersehbare Anzahl an gloritas und fuentes installiert, wie die Glorieta del Reloj oder neueren Datums die Fuentes de las Palomas. Vier von ihnen stechen dem Besucher aber besonders ins Auge.

Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla – Parque de María Luisa Sevilla.

Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla – Parque de María Luisa Sevilla.

Victoria Alada – die Siegessäule.

Vor dem Museo de Artes y Costumbres Populares de Sevilla ragt die Statue Victoria Alada, der Flügelschlag des Sieges, in den Himmel, mittlerweile aber sehr durch die umliegenden Bäume in Bezug auf ihre Höhe in die Schranken gewiesen. Die Statue, entworfen von Aníbal, könnte die antike Nike, Göttin des Sieges, darstellen, die siegreich über den Plaza Ameríca blickt. Wie soll diese Symbolik gedeutet werden? Aufmerksame Teilnehmer der Exposición iberoamericana, könnten wohl von dieser Darstellung etwas befremdet gewesen sein.

Victoria Alada de Aníbal González – Parque de María Luisa Sevilla.

Victoria Alada de Aníbal González – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta de Rodríguez Marín – Interpretation des Don Quijote.

Die Glorieta de Rodríguez Marín liegt nicht grundlos gegenüber jener für Miguel de Cervantes Saavedra (aktuell in Renovierung, Stand 09/2021). Marín Francisco Rodríguez Marín (* 27.01.1855, Osuna – † 09.06.1943, Madrid) war ein spanischer Dichter, Romanist, Hispanist und mehr, studierte Rechtswissenschaften und Philologie, arbeitete als Journalist und leitete von 1930 bis 1936 die Spanische Nationalbibliothek. Wer berufen wird, dieses Amt zu bekleiden, wacht über Kulturgut grosser Bedeutung. Es ist weniger ein Beruf als eine Auszeichnung, die auch bezahlt wird. Rodríguez findet sich in der Nähe Cervantes, da er sich intensiv mit dem Werk Don Quijote befasste und mehrere kommentierte Ausgeben verfasste. Das war für die Zeit unüblich und neu. Auszüge aus seinen Werken finden sich auf den nordseitigen Kacheln des Denkmals.

Glorieta de Rodríguez Marín – Parque de María Luisa Sevilla.

Glorieta de Rodríguez Marín – Parque de María Luisa Sevilla.

Pabellón de México – erbaut in Eigenregie.

Mexiko trat anlässlich der Exposición iberoamericana de 1929 selbstbewusst auf und beschloss den Pabellón de México selbst und auf eigenem Grund zu errichten. Die Stadtverwaltung trat dafür Mexico 5.442 m² Grund ab. Der Entwurf des Gebäudes stammt von Architekt Manuel María Amábilis Domínguez aus Mérida, Yucatán, weshalb es auch gegenüber den anderen umliegenden Gebäuden aus dem Stil fällt. Beim Entwurf liess sich Manuel von der Kultur der Mayas inspirieren. Das war nicht unbedingt originell und ist in dieser Form wesentlich ausgeprägter im genuesischen Manierismus zu finden, eine Stilrichtung, die sich zwischen Renaissance und Frühbarock entwickelte und sich gerne aztekische Stilelemente bediente (s.u.). In gewisser Weise ist der Manierismus Vorreiter des Eklektizismus des 19. Jhd. Wunderbare Beispiele für den Manierismus finden sich in San Cristóbal de La Laguna auf Teneriffa (s.u.).

Escultura Fuente De Beber – ein Ort mit Taubenplage.

Wird die Escultura Fuente De Beber erreicht, hat der Wanderer durch den Park möglicherweise schon einige Kilometer in den Beinen. Dort kann, bevor der Park Richtung Guadalquivir verlassen wird, ein Imbiss auf der Terraza Alfonso genommen werden, um noch einmal einen ausgiebigen Blick auf den Plaza Ameríca zu werfen. Jüngere Generationen wird es eher an den Fluss ziehen. Etwas nach Norden flussaufwärts, finden sich an der Puente de los Remedios, direkt am Wasser gelegen, einige angesagte Lokale.

Escultura Fuente De Beber – Parque de María Luisa Sevilla.

Escultura Fuente De Beber – Parque de María Luisa Sevilla.

Pensionisten könnten Gefallen daran finden, die Taubenpest an der Escultura Fuente De Beber durch kräftiges füttern zu vermehren. Geeignetes Futter kann direkt an einem Stand gekauft werden, der sich gut mit Planen geschützt hat, um nicht im Regen des Taubenkots zu ersticken.

Was bleibt – ein Resümee.

Der Parque de María Luisa lässt den Parkbesucher, der sich die Anlage „intensiv vorgenommen“ hat, ratlos zurück. Gefällt er oder gefällt er nicht? Schwer zu sagen. In den Sinne kommen wunderbare kleine Oasen, die annähernd auch in einem der herrlichen Parks auf Teneriffa zu finden sein könnten, wo sie doch nochmal eine Klasse schöner sind. Plätze wie der Plaza América hinterlassen einen fahlen Nachgeschmack, seelenlos, einfach nur gross und gezwungen imposant, ohne echtes Zentrum, wie auf andalusischen Plätzen üblich. Dort kommen Menschen zusammen, soziales Leben findet statt, nicht so am Plaza América. Planerisch ist er gänzlich misslungen.

Und dann sind da noch Elemente, die sich zwischen Infantilem und Kitsch bewegen, wie der Eisenbahntunnel und der Monte Gurugú an sich. Nicht zu vergessen, ein botanischer Garten gedenkt der Park auch noch zu sein. Der Parque de María Luisa ist ein Wirrwarr ohne rote Linie, zu viel und das zu wenig originell und final ist er dann profillos nichts. Einem Park wie dem Jardín de Aclimatacíon de La Orotava, Parque Municipal García Sanabria in Santa Cruz de Tenerife, Jardim da Estrela oder Jardim Botânico Tropical in Lissabon, kann er nicht das Wasser reichen. Aber vielleicht sehen das andere Parkbesucher auch gänzlich anders. Am besten aufbrechen und den Parque de María Luisa selber erkunden. Lohnend ist es allemal.

Jardim de Torre de Belém Lisboa.

Jardim de Torre de Belém Lisboa.

 

Jardim Botânico Tropical de Lisboa.

Jardim Botânico Tropical de Lisboa.

Weiter Lesen.

Kanarisches Archipel.

Excursión Santa Cruz – Streifzug Santa Cruz de Tenerife.

Excursión San Cristóbal de La Laguna – Streifzug San Cristóbal.

Teneriffa – botanische Gärten der subtropischen Atlantikinsel.

Jardín Canario auf Gran Canaria – einer der schönsten botanischen Gärten.

Tefía – Observatorium, Flugfeld, Windmühlen, Landwirtschaftsmuseum und Franco Straflager.

Iberische Halbinsel.

Unterwegs nach Valencia – Ciudad de las Artes y las Ciencias.

Caminada Alacant – Streifzug Alicante.

Barcelona – Bunkers del Carmel – zum schönsten Aussichtspunkt. Gratis.

Teleférico del Puerto – hoch über Barcelona.

Lissabon – entspannen im Grünen.

Geschichte.

Die Tomate – von den Azteken ins Orbit und was Spanien damit zu tun hat.

Typisch kanarisch – Papas arrugadas con mojo.

Der unbequeme Baske. Miguel de Unamuno – das Gewissen Spaniens.

Links + Downloads.

¡Viva España! Google Maps Liste der Highlights des Parque de María Luisa Sevilla.

Karte Parque de María Luisa Sevilla.

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