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Reise

Puerto de las Nieves – Gran Canaria, Urlaub ohne Massentourismus.

Puerto de las Nieves – Conquistadoren + beschaulicher Tourismus.

Puerto de las Nieves, seinen Namen trägt der Hafen, da im Winter der höchste Berg Spaniens, der Teide mit 3.718 m auf Teneriffa, schneebedeckt wie eine Fata Morgana aus dem Atlantik ragt und vom Hafen aus prächtig zu sehen ist. „La nieve“, der Schnee, setzt dem gleichschenkeligen Dreieck des Vulkankegels eine unwirkliche Haube auf. Teneriffa und Gran Canaria, immerhin in den Subtropen gelegen, aber wenn es hoch genug hinauf geht, dann schneit es auch dort im Winter.

Puerto de las Nieves ist ein Naturhafen. Warum auch immer, dort gingen die kastilischen Eroberer 1481 an Land, um die Insel einzunehmen. Den normannischen Abenteurern gelang das nicht. Sie wagten nach dem ersten Versuch nicht mehr die Insel zu betreten. Schon 1402 hatten sie Lanzarote eingenommen, 1403 Fuerteventura. Kaum hundert Mann, aber mit überlegener Waffentechnik war das kein Problem. Lanzarote hatte nur einige hundert Bewohner, Fuerteventura rund 1.200. Die Normannen waren ein zusammengewürfelter undisziplinierter Haufen zwielichtiger Krimineller. Selbst auf ihren Anführer, den verarmten adeligen Normannen Jean de Béthencourt, wartete mancher Orts wegen Piraterie der Galgen. Den wilden und todesmutigen Ureinwohner auf Gran Canaria, es waren wohl um die 20 tsd. und Teneriffa, um die 30 tsd., hatten sie nichts entgegen zu setzen. Also beschlossen die Katholischen Könige ein kastilisches Heer zu entsenden. 1483 hatte Alonso Fernádez de Lugo die Insel für sie eingenommen oder besser zu einem Teil. Noch jahrelang hielt sich der Widerstand der Canarios im schwer zugänglichen Bergland.

Ermita Nuestra Señora de las Nieves Gran Canaria.

Ermita Nuestra Señora de las Nieves Gran Canaria.

Die Gegend um Puerto de las Nieves blühte schnell auf, denn das „weisse Gold“, Zucker, wurde von den neuen Herren dort klimatisch optimal gelegen angebaut. In den feucht schwülen Seehäfen des kanarischen Archipels, wohnten zur damaligen Zeit nur Arbeiter und Fischer. Höher gelegen wurden Städte angelegt, in denen sich angenehmer leben liess. In Teneriffa war das San Cristóbal de La Laguna über Puerto de Santa Cruz de Tenerife und in Puerto de las Nieves eben Agaete. Die Stadt entwickelte sich zu einer der reichsten von Gran Canaria. Der Hafen wurde zu einem quirligen Umschlagplatz für landwirtschaftliche Produkte.

Der offizielle Exporthafen der Insel war Puerto de la Luz in Las Palmas. Dort wurden auch die Exportzölle behoben. Mangels Strassen erfolgte der Transport mittels reger Küstenschifffahrt. Erst war es die Melasse des Zuckerrohrs, dann folgten Zitrusfrüchte, Ananas, Avocados, Karmin für die Farbenindustrie, Kalk, Pottasche für die industrielle Revolution im Empire, später führten Briten die Banane ein gefolgt von Tomaten. Ein Grossteil des Exportes von Puerto de la Luz ging nach Grossbritannien. Als die ersten schnellen Dampfschiffe am Atlantik unterwegs waren, konnte auch die empfindliche Banane ins Empire verschifft werden, denn Kühlschiffe gab es noch keine.

Zwischen 1920 und 1940 wurden Dampfschiff Verbindungen zur westafrikanischen Küste, beispielsweise nach Dakkar, unterhalten. Während des zweiten Weltkrieges torpedierte ein deutsches U-Boot das Dampfschiff „San Carlos“, das in Puerto de las Nieves Richtung Westafrika ausgelaufen war und versenkte es. Auch die Rederei „Trasmediterránea“, die heute die einzige Autofähre zwischen Fuerteventura, Lanzarote und der Peninsula nach Cádiz betreibt, operierte bereits in Puerto de las Nieves in der Küstenschifffahrt.

Balneario Los Berrazales und „Botteleria Agua de Agaete“ im "El Valle" bei Agaete Gran Canaria.

Balneario Los Berrazales und „Botteleria Agua de Agaete“ im “El Valle” bei Agaete Gran Canaria.

Der Tourismus um den Hafen und Agaete begann Ende des 19. Anfang des 20. Jhd. Vornehmlich Britten kamen, um sich im Heilbad „Balneario Los Berrazales“ im Valle de Agaete, ihrer Wohlstandskrankheiten zu entledigen. Ein zeitgenössischer Chronist lobte seinerzeit den unbeschreiblichen Luxus aus, den jene Touristen erfahren würden, die den Weg nach Agaete wagten: Ein Telegraph würde die Verbindung zur restlichen Welt aufrecht halten, ein Sozial- und Erholungszentrum sowie ein Dutzend Geschäfte böten dem Touristen alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Ein Arzt wie eine Apotheke hätten des gesundheitliche Wohlbefinden der Kurgäste stets im Auge und wer vor hätte, sich vor oder nach den Bädern und Trinkkuren einwenig schick zu machen, dem böten neun Schneiderinnen und ein Schneider, ein Uhrmacher und sechs Schuster ihre Dienste an.

Gegenüber der aktuellen Situation in Agaete, ist das tatsächlich auch heute noch Luxus! So ist auch der Tourismus angenehm beschaulich und einwenig wie einst. Der Massentourismus findet im Süden der Insel statt. Dort ist es immer sonnig und da liegen auch die kilometerlangen goldgelben Sandstrände. Der Nordwesten von Gran Canaria kann nur mit dem kleinen Sandstrand in Puerto de Sardina sowie dem Playa Boca Barranco aufwarten. Alle anderen Strände sind Kiesstrände. Ausserdem ist es im Nordwesten meist bis in den späten Vormittag hinein bewölkt. Passatwolken fangen sich an den über 1.000 m hohen Klippen. Bis die Sonne sie aufgelöst hat, ist Mittag. Doch dafür wartet die Gegend mit atemberaubenden Lichtstimmungen auf, Balsam für die Seele, einer grandiosen Entspanntheit, die in der Luft liegt. Hier lässt sich wahrlich Ruhe und Erholung finden und jene, die mit Entdeckungsdrang beseelt sind, die finden kaum einen besseren Ausgangspunkt, um die Schönheiten, Geschichte und Kultur von Gran Canaria zu erkunden.

Sunset Puerto de las Nieves Gran Canaria.

Sunset Puerto de las Nieves Gran Canaria.

Roque da las Nieves – spektakuläre Ausblicke.

Nicht versäumt werden sollte der Aufstieg zum „Roque de las Nieves“, der ganze 73 m misst. Da es ohnedies nicht ganz hinauf geht, sind lediglich 50 Höhenmeter zu bewältigen. Der Steig vom „Playa de las Nieves“ wie auch der Strand selber, sind wegen Steinschlag dauerhaft gesperrt. Das Vulkangestein der gesamten Westküste von Gran Canaria ist extrem erodiert und führt immer wieder zu spektakulären Felslawinen. So auch auf der Passage „Anden Verde“ der GC-200, die mittlerweile völlig gesperrt ist und wohl nie wieder geöffnet werden wird. Schade, ein grandioses Stück atemberaubender Strasse in den Klippen, bis zu 700 m über dem Atlantik. Einzigartig, wer sie noch fahren durfte, kann sich glücklich schätzen.

Roque da las Nieves Gran Canaria.

Roque da las Nieves Gran Canaria.

Sicher hinauf geht es auf den Roque de las Nieves „hinten herum“, vom „Parque de Esculturas“. Ein guter Steig leitet auf ein kleines Plateau. Der Ausblick ist sensationell. Bei Sonnenuntergang ein ganz besonderer Ort, vor allem im Winter, wenn der Teide aus dem Atlantik ragt und der schneebedeckte Gipfel in der Abendsonne leuchtet. Zu Füssen liegt der Fährhafen. Interessant, die Fred.Olsen Jetfähren bei ihren Hafenmanövern zu beobachten.

Auch die Überreste des Naturdenkmals „Dedo de Dios“ sind wunderbar zu sehen. Der markante Fels heisst geographisch korrekt „Roque Partido“, der abgetrennte Felsen. 300 tsd. Jahre Erosion der Küste, liess ihn abseits der Klippe als Solitär im Atlantik freistehend zurück. Domingo Doreste Rodríguez (* 1868 – † 1940, Las Palmas de Gran Canaria), gab ihm auf Grund seines Aussehens den Namen, unter dem er heute bekannt ist: „Dedo de Dios“ – der Finger Gottes. Rodríguez war zu seiner Zeit einer der führenden Intellektuellen der kanarischen Inseln: Humanist, Schriftsteller, Kunstkritiker und Gründer und Professor der „Estética de la Escuela de Artes Decorativas Luján Pérez“. Die Schule ist nach wie vor wichtiger Bestandteil des künstlerischen Lebens des pulsierenden und jungen Las Palmas. Sie liegt unweit des Teatro Pérez Galdós. Rodríguez schrieb unter dem Pseudonym „Fray Lesco“, Bruder Lesco und studierte u.a. auch bei Miguel de Unamuno in Salamanca (s.a. Linksammlung).

Heute ist nur noch die „Hand“ des „Dedo de Dios“ zu erkennen. Ein heftiges tropisches Sturmtief, das am 28. November 2005 über die Kanaren hinweg fegte, brach den „Zeigenfinger“ ab.

Ermita Nuestra Señora de las Nieves – Conquistador Alonso Fernádez de Lugo.

Alonso Fernádez de Lugo war einer der bedeutendsten Conquistadoren des kanarischen Archipels. Im Gegensatz zu den Normannen, die mit einer wilden Horde geformt aus kriminellen Glücksrittern und ausgestattet mit einer Lizenz der Krone, über die Inseln herfielen, kommandierte de Lugo mit eiserner Hand kastilische Truppen. Nach der Anladung 1481 in Puerto de las Nieves, ordnete er als Erstes die Errichtung eines Wehrturmes sowie den Bau einer Kapelle unweit dieses an. Er legte fest, dass die Ermita der Virgen de las Nieves zu widmen sei. Der Wehrturm und der erste Anleger im Hafen wurde von Pedro de Vera errichtete.

Als 1483 die Eroberung Gran Canarias im wesentlichen abgeschlossen war, übereigneten ihm die Katholischen Könige das Agaete Tal, um dort den begehrten Zuckerrohr Anbau zu beginnen. Pflichtgetreu setze er dies um und holte sich zu diesem Zweck erfahrene Portugiesen von Madeira. Doch die Landwirtschaft war nicht die Bestimmung de Lugos und so verkaufte er seinen neuen Besitz schon 1484 an den Genueser Kaufmann Francisco de Palomeras, der seinem Brudern Antón Cerezo die Leitung der Plantagen und Zuckerfabrik übertrug.

Das Kreuz des Alonso Fernádez de Lugo in der Parroquia Matriz Nuestra Señora de la Concepción Santa Cruz de Tenerife.

Das Kreuz des Alonso Fernádez de Lugo in der Parroquia Matriz Nuestra Señora de la Concepción Santa Cruz de Tenerife.

De Lugo verliess die Insel, um Teneriffa und La Palma zu erobern. De Lugo war ein religiöser Eiferer, um es schmeichelhaft auszudrücken. Wer in seinen erhaltenen Schriften liest stellt fest, Alonso Fernádez de Lugo war nicht wie die anderen Conquistadoren primär an Reichtum interessiert, sondern hatte ein brennendes Sendungsbewusstsein. Er war fest davon überzeugt, dass es der Wille Gottes sei, den wilden Ureinwohner das Archipel zu entreissen, um sie sodann mit dem Schwert dem Christentum zuzuführen. Der genueser Papst Innozenz VIII. begeisterte sich für derartige Vorhaben, konnte er doch auf viele neue rechtgläubige Schäfchen hoffen.

Alonso Fernádez de Lugo landete im heutigen Puerto de Santa Cruz de Tenerife an, führte ein grosses geweihtes Kreuz mit und liess es in den Boden rammen, dort wo später die Parroquia Matriz Nuestra Señora de la Concepción Santa Cruz de Tenerife errichtet wurde. Er schwor, er werde die Insel nun für die Katholischen Könige in Besitz nehmen. Um das fundiert umzusetzen, veranstaltete de Lugo in der Ebene von La Laguna ein Massaker von besonderem Ausmass. Danach gründete er San Cristóbal de La Laguna, kümmerte sich um Klöster, Kirchen, das religiöse Leben. Landbesitzer durfte im Gegensatz zu anderen Inseln bei ihm nur jener sein, der persönlich auf Teneriffa lebte und das Land urbar machte und bestellte. Wer die Insel verliess, verlor Grund und Boden und auch de Lugo lebte bis zu seinem Tod in San Cristóbal de La Laguna. Das schlichte Holzkreuz steht heute als Heiligtum in der Parroquia Matriz Nuestra Señora de la Concepción zur Rechten des Altares in Puerto de Santa Cruz, im Hafen des heiligen Kreuzes.

Ermita de San Miguel San Cristóbal de La Laguna – ursprüngliche Grabstätte des Alonso Fernádez de Lugo.

Ermita de San Miguel San Cristóbal de La Laguna – ursprüngliche Grabstätte des Alonso Fernádez de Lugo.

Der Bau der Ermita in Puerto de las Nieves an sich, geht auf Antón Cerezo und seine Frau Sancha Díaz zurück. In ihrem Nachlass verfügten sie 1532, dass aus diesem ein Kloster und eine Ermita zu Ehren der Nuestra Señora de las Nieves, wie de Lugo es verfügt hatte, zu errichten sei. Die Erben führten dies pflichtgemäss aus. Der vorerst einfache Bau wuchs nach und nach. Erst im 19. Jhd. erhielt die Ermita das Portal samt der zwei Glockentürme. Für den aufmerksamen Besucher hält die Ermita einiges bereit. Ein Blick nach oben präsentiert ein schönes hölzernes Dachgestühl im Mudejar Stil. Auf den Querbalken des Gestühls finden sich Schiffsmodelle, denn damals wie heute kommen Fischer und bitten um guten Fang und sichere Heimkehr. Wie wichtig die Ermita im religiösen Leben ist, zeigt auch die Devotionalien Verkäuferin am Eingang der Ermita, die dort jeden Tag anzutreffen ist.

Der Altar hält einen verblüffenden Schatz bereit, der in einer einfachen Kapelle kaum zu erwarten wäre. Agaete stieg durch den Zuckeranbau zu einer der reichsten Städte der Insel auf. So konnte das Altarbild auch in einer flämischen Malschule in Antwerpen in Auftrag gegeben werden. Antwerpen zu jener Zeit die erste Adresse in Sachen Kunst dieser Art. Das Triptychon wird dem berühmten Maler Joos van der Beke, genannt van Cleve, (* 1485, Kleve – † 1540, Antwerpen) zugeschrieben bzw. stammt zumindest aus seiner Schule in Antwerpen. Cleve war Dekan der Malergilde der Stadt. Seine Werke finden sich im Louvre, der Alten Pinakothek, der Gemäldegalerie Dresden und vielen anderen europäischen Museen ersten Ranges und eben in der kleinen Ermita in Puerto de las Nieves.

El Puerto – Seafood + Badevergnügen neben Jetfähren.

Aus dem geschäftigen Handelshafen wurde mit der Zeit ein sympathischer kleiner Fährhafen, ohne Luxus oder besondere Attraktionen. Die Fährverbindung nach Puerto de Santa Cruz de Tenerife der Rederei Fred.Olsen, legt dort ab und braust mit Jetfähren in nur 80 Minuten hinüber. Eine gute Idee, einen Tagesausflug nach Santa Cruz zu unternehmen. Die Fähre landet direkt an der überaus sehenswerten Altstadt an, die von der Fährmole aus gut zu Fuss erkundet werden kann (s.a. Linksammlung). Gleich neben der Fährmole von Puerto de las Nieves arbeiten Fischer, die ihre Fangkäfige und Netze instand setzen und von dort mit ihren Fischkuttern, meist nachts, auslaufen.

Am Schotterufer wurden von der Gemeinde Sonnenpritschen installiert. Die Einheimischen lieben sie, stürmen diese am Wochenende und dann ist Trubel angesagt. Kanarios sind auch mit einem Schotterstrand zufrieden und brauchen nicht unbedingt den goldgelben Sandstrand. Ihnen geht es mehr um das soziale Erlebnis und daher frequentieren sie auch im Zuge des Strandbesuches die einfachen Restaurants an der Wasserfront. Sie bieten hauptsächlich Seafood an.

Besonders frisch ist es traditionell in der „Cofradía“. Das ist die Bruderschaft der Fischer, ein Restaurant, das die Gemeinschaft betreibt, um dort ihren frischen Fang einfach zubereitet aber sehr schmackhaft und preiswert anzubieten. Ein einfaches Restaurant einer Cofradía findet sich in jedem aktiven Fischerhafen der Kanaren. Dort kann meist auch Fisch gekauft werden.

An die Zeiten der Prosperität, erinnern nur noch die alte Mole aus Natursteinen samt dem alten Hafenkran. Die Mole wurde vom Bauunternehmer Antonio de Armas 1875 bis 1878 ausgeführt. Dafür erhielt er 105.000 Pesten, was heute 632 Euro entsprechen würde. Für etwaige Korruption war da wohl keine Luft mehr drinnen. Armas, das ist auch jene Familie, die heute die kanarische Rederei Naviera Armas, mit Sitz in Las Palmas, betreibt. Konstruiert wurde die Mole von keinem geringeren als Ingenerio Juan León y Castillo, ebenfalls ein Sohn Gran Canarias ( * 1834 – † 1912, beides Telde, Gran Canaria). Seinen Ingenieur Titel erwarb Castillo an der Universität Madrid an der Fakultät „Caminos, Canales y Puertos“ im Jahr 1857. Bereits 1858 kehrte er nach Gran Canaria zurück.

Wer die Augen auf den Kanaren offen hält, wird unzählige Strassen entdecken, die nach ihm benannt wurden. Meist sind es die grössten im Zentrum. Castillo war ein glühender Liberaler. Ihm ist wesentlich zu verdanken, dass die Kanarischen Inseln zur autonomen Provinz aufstiegen, mit all den Rechten, die damit verbunden sind: Selbstverwaltung, das Entsenden von Abgeordneten nach Madrid etc. Auf Basis seines Verhandlungsgeschicks und Netzwerkes, entstanden die autonome Provinz Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro) und Las Palmas de Gran Canaria (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote).

Ganz nebenbei entwarf und setzte Juan León y Castillo zusammen mit seinem Bruder Fernando León y Castillo 1862 das Hafenprojekt Puerto de la Luz Las Palmas durch. Mit den 2020 begonnenen Erweiterungen, ist der Hafen mit Abstand der bedeutendste atlantische Tiefseehafen der Europäischen Union. Fernando León y Castillo, eine beeindruckende Persönlichkeit.

El Paseo Maritimo – hinüber zum Naturschwimmbad.

Vom Fährhafen führt der „Paseo Maritimo“ hinüber zum Punta Tuman. Eine recht öde, nichtssagende Promenade. Nahe des Hafens wird einiger Literaten gedacht, die in und über Puerto de las Nieves und Agaete schrieben. Doch am frühen Morgen breitet sich vor allem in den Sommermonaten eine magische Stimmung über dem Paseo aus. Feuchte Passatwolken hängen dunkel an den Klippen, die über tausend Meter senkrecht aus dem Nationalpark Tamadaba zum Atlantik abstürzen. Es sieht nach Regen aus, meist nieselt es einwenig, eine Meeresbrise weht. Die Luft schwer und salzig, wie in einem Treibhaus. Schwül und warm ist es, obwohl das Wetter so unwirtlich aussieht. Der feuchte Schleier taucht Puerto de las Nieves in ein magisch sanftes Licht. Geht es gegen zehn Uhr, beginnt die Sonne an einigen Stellen durch die dichte Wolkendecke zu blitzen. Je weiter sie aufsteigt, desto mehr zaubert ihre Kraft die Wolken weg. Erst hängen noch hübsche Schönwetter Wolken dicht gedrängt an den Klippen, mittags dann stahlblauer Himmel. Fantastisch!

Barranco de Agaete – üppiges Grün.

Am Punta Tuman, einige hundert Meter vor dem „Agaete Piscina Natural“, mündet der Barranco de Agaete in den Atlantik. Üppiges Grün, private Gärten, Landwirtschaft wird dort betrieben. Es lohnt dem Lauf des Barrancos über die GC-231 durch das spektakuläre Valle de Agaete bis zu seinem Ursprung zu folgen. Die Einheimischen nennen das Naturwunder schlicht „El Valle“, das Tal. Die Fahrt über die Landstrasse, die immer schmäler, steiler und kurviger wird, ist an sich schon den Ausflug wert. Links und rechts ragen Felsflanken hunderte Meter steil empor. Unten im Barranco Jahrhunderte alte Plantagen.

Spektakuläres Abendlicht im Valle de Agaete.

Die GC-231 beginnt in Agaete. Erst geht es an der „Necrópolis del Maipez“, ein Dorf der Ureinwohner und heute Freilichtmuseum, vorbei. Schon recht bald wird es kurvig und steiler und „Los Berrazales“, das „balneario“, das Kurbad samt Hotel wird erreicht. Es erfreute sich vor hundert Jahren bei britischen Kurgästen grosser Beliebtheit. Getrunken und gebadet wurde in dem Wasser jenes Gebirgsbaches, der am Kurbad zu Tale plätschert. Es wurde auch in Flaschen abgefüllt. Heute ist das Kurbad und die Flaschenabfüllung eine halb verfallene Ruine. 2019 wurde begonnen, die Hotelruine wieder zu beleben. Die Bauarbeiten sind im Gange, werden wohl durch die COVID-19 Krise auf lange Zeit ruhen, schade. Die verfallenen Anlagen versprühen einen morbiden Charme. Wer einwenig Fantasie besitzt, dem ziehen Bilder des einst mondänen Lebens dort lebendig durch den Kopf.

Ab Los Berrazales wird es dann richtig steil. Die Strasse wird bald einspurig und erreicht das Ende des Tales in El Sao, einer kleinen Siedlung. Von dort führt ein atemberaubender alter Steig, heute als „Sendero S-97“ markiert, durch die Felswände hinauf nach „El Hornillo“, einer kleinen Wallfahrtskapelle, der „Ermita San Teresita“ samt Herberge, die von Wanderern wie Pilgern genutzt wird. Wer sich den Steig zutraut, sollte unbedingt zur Kapelle aufsteigen. Der Blick über das Valle de Agaete bis nach Puerto de las Nieves ist von beeindruckender mitreissender Schönheit.

Las Salinas, Agaete Piscina Natural – Baden in Lavabecken.

Am „Punta de Tuman“ liegt die historische Saline von Puerto de las Nieves. Urkundlich wird sie das erste Mal 1676 erwähnt, als Capitán Alonso Olivares sein Landgut, bestehend aus weitläufigen Ländereien, Gehöften, einer Windmühle und eben der Saline, an Barnabé Garcia auf sechs Jahre verpachtete. Als jährlichen Pachtzins wurden 20 Scheffel Weizen und 15 Scheffel Mais vereinbart. Das mittelalterliche kastilische Scheffel, „la fanga“, war ein Raummass und würde heute 55,5 Litern entsprechen.

Besonders ergiebig war die Felssaline nicht. Bei Niedrigwasser wurde das auskristallisierte Meerwasser, zehn Volumensprozent Salz weisst das Atlantikwasser um die Kanaren auf, von den Felsen gekratzt. Grösserer Wellengang flutete immer wieder die Lavabecken, in denen das Meerwasser zu einem höheren Konzentrat verdampfte. Von Zeit zu Zeit wurden die „cocederos“, die Kochstellen, mit Eimern leer geschöpft und in Becken das Salzwasser final auskristallisiert. Im Verhältnis zu den industriellen „Schlamm Salinen“, die grosse Salzfelder bewirtschafteten, war der Ertrag gering aber trotzdem einträglich. Zur Salzproduktion wurde eine begehrte herrschaftliche Lizenz benötigt. Bis Eismaschinen Mitte des 19. Jhd. ihren Siegeszug antraten, war Salz das Konservierungsmittel für Fisch und Fleisch und auch die florierende Konservenindustrie des 18. und 19. Jhd. benötigte Salz in grossen Mengen.

Las Salinas – Agaete Piscina Natural.

Las Salinas – Agaete Piscina Natural.

In den Becken der Saline wurde bis in die 1960iger Jahre Salz gewonnen. Die Ernte war Frauensache. Señora Lola Medina Dámaso aus Agaete war die letzte Salinenarbeiterin. Heute sind die „cocederos“ wunderbare Naturschwimmbecken und erfreuen sich grosser Beliebtheit. Wird der Wellengang nicht zu massiv, kann in ihnen gefahrlos gebadet werden. Über den Tag heizt sich das Wasser der Becken angenehm auf. So lässt sich bei Sonnenschein auch in den kühlen Wintermonaten baden. Wer die Becken näher betrachtet, wird menschliche Eingriffe ausmachen. Die Naturbecken wurden mit Mörtel und Lavasteinen vergrössert und optimiert. Die Eingriffe sind Jahrhunderte alt und wurden nicht eigens für die Badegäste angelegt. Seit 2020 wird am Agaete Piscina Natural auch ein kleiner Kiosk mit Terrasse und Windfang betrieben. Ein entspannter Ort einen Café zu trinken und den Blick hinüber nach Teneriffa und den Teide zu geniessen.

La Punta Gorda – fette Aussicht.

Der „Punta Gorda“, die fette Landzunge, liegt nördlich von Puerto de las Nieves. Warum diese Landspitze so heisst, lässt sich gut aus der Vogelperspektive auf Google Earth erahnen. Wild stürzen die Klippen senkrecht 83 m in eine grosse Bucht hinab. Über Jahrtausende frass die Brandung grosse Höhlen in sie.

Wer mag, kann über einen Pfad vom Piscina Natural zum Punta Gorda hinüber spazieren. Besonders schön ist das bei Sonnenuntergang. Dramatisch versinkt die Sonne am Horizont und zeichnet den Teide auf Teneriffa als Silhouette ab. Das kleine Fischerdorf Sardina liegt weiter im Norden in goldenes Licht getaucht. Der Blick nach Osten schweift über den Montaña Morisca (128 m) Richtung Windpark. Morisco oder morisca, benennt einen zwangskonvertierten Mauren. Südlich fangen sich abendliche Passatwolken an den Klippen des Tamadaba Nationalparks, an denen sich spektakulär die GC-200 windet. Sie leuchten gelb, rosa, orange auf. Spielt das Wetter einwenig mit, ist der Punta Gorda ein phänomenaler und einsamer Ort den Sonnenuntergang zu geniessen. Wer zu „puesta del sol“ lieber ganz unten am Meer ist, den führen nördlich steile Stufen die gut 80 Höhenmeter zum „Playa de la Caleta“ hinunter, den Strand der Bucht. Ein Sandstrand wartet da aber nicht.

„Guayedra“ – der besondere Ausblick auf Puerto de las Nieves.

Einige Kurven über die GC-200 von Puerto de las Nieves aus und der markante Einschnitt „Barranco de Guayedra“ wird erreicht. Ein leicht zu übersehender Abzweig auf eine gute Piste führt in den Barranco und an seiner südlichen Flanke entlang zum Ressort Redondo de Guayedra Eco Lodges hinunter. Dort endete die Strasse. Nun geht es, verbotener Weise, durch eine nicht ungefährliche Steinschlagzone über einen Pfad zum „Playa Guayedra“. Jeder muss selber entscheiden, ob er das wagt. Wenn, dann sollte der gefährliche Bereich so schnell wie möglich passiert werden. Einheimische kümmert das nicht, denn sie lieben den Strand als gutes Angelrevier und besuchen ihn mit Kind und Kegel am Wochenende. Unter der Woche ist es ausgestorben am Kiesstrand. Ein herrlicher Ausblick hinüber nach Puerto de las Nieves tut sich auf.

Hoch über dem Barranco in südlicher Richtung liegt der „Roque de Guayedra“ und auf ihm eine kleine Siedlung der Ureinwohner. Sie dürften diesen Ort temporär bewohnt haben, denn ihre Dorfsiedlungen lagen in Felsenhöhlen, die beispielsweise in Acusa Seca schön zu erwandern sind. Die Ausgrabung wurde mittlerweile abgegrenzt. Schon 1934, als an der GC-200 gebaut wurde, bedienten sich Strassenarbeiter an den Rundbauten. Sie erwiesen sich als bequemer Steinbruch für Strassen Begrenzungssteine, denn Leitplanken gab es noch keine.

Die Klippen am Playa Guayedra sind ein spektakuläres Tauchrevier. In den Unterwasserhöhlen lebt eine fantastische Artenvielfalt, die sich im nährstoffreichen Kanaren Strom wohl fühlt. Standfische und Zugfische bevölkern die Klippen. Das Revier ist jedoch äusserst anspruchsvoll und gefährlich. Einige Gedenksteine warnen, das dort auch schon erfahrene Taucher zu Tode kamen.

Agaete – Beschaulichkeit samt botanischem Garten.

Agaete ist ein verschlafenes Städtchen. Viel los ist nicht. Ein Hostel, kein Hotel, einige Auswanderer haben sich in Siedlungen am Fusse des Ortes niedergelassen. Für viele Einheimische ist Agaete Schlafstadt, denn über die Autobahn ist die Arbeitsstätte in Las Palmas de Gran Canaria in zwanzig Minuten zu erreichen. Auch mit dem Bus geht das gut. Restaurants gibt es keine mehr. Das letzte musste schon vor Jahren mangels Geschäft zusperren. In der hübschen kleinen Altstadt sitzen am Hauptplatz Pensionisten, eine Spielhölle die vornehmlich von Arbeitslosen frequentiert wird, eine kleine Kunstgalerie und ein uriges aber nettes Café am Kirchplatz, vor dem es sich gut sitzen lässt. Das war es so ziemlich mit Agaete. Wer Gärten liebt, der könnte den kleinen aber feinen „Huerto de las Flores – Jardín Botánico de Agaete“, direkt am Barranco de Agaete, besuchen. Das grosse Gebäude gegenüber war einst der Schlachthof, der ebenfalls das Wasser des Barrancos nutzte.

Puerto y Faro de Sardina – alles Sardine.

Von der mächtigen Klippe „Punta Gorda“ Richtung Norden blickend, blitzen die Häuser des Fischerdorfes Puerto de Sardina aus der kargen erdfarbenen Küstenlandschaft hervor. In der Off-season ist der Ort und kleine Strand ausgestorben. Pensionisten angeln am Pier, Einheimische sitzen im leeren Café im Fischereihafen. Gemütlich ist es in Puerto de Sardina. Doch damit ist es schlagartig vorbei, wenn es in Richtung Sommer geht. Im August, wenn jeder Kanario der irgend kann, seine Arbeit für einen Monat niederlegt und mit seiner ganzen Familie irgendwo seine Zeit am Meer verbringt, dann ist im kleinen Fischerort die Hölle los. Die Strasse hinab zum Hafen wird mit einem Schranken gesperrt. Nur Bewohner mit Parkplatz dürfen einfahren. Für alle anderen heisst es zu Fuss hinunter gehen oder die kleine Bimmelbahn nutzen. Einheimische aus dem Nordwesten der Insel stürmen den Hafen, denn er hat einen der ganz wenigen Sandstrände der Region.

Der Leuchtturm Faro de Sardina auf Gran Canaria.

Der Leuchtturm Faro de Sardina auf Gran Canaria.

Kaum etwas los ist hingegen am wilden Kap „Punta Sardina“ unweit des Fischerdorfes. An der 47 m hohen Klippe bricht die Brandung spektakulär. 1891 wurde auf ihr der Leuchtturm „Faro de Sardina“ installiert. Beginnend in den 1870iger Jahren liess Spanien seine gesamten Küstenlinien exakt neu vermessen und begann ein systematisches Leuchtfeuer System aufzubauen. 1980 wurde der alte Leuchtturm abgerissen und durch einen modernen voll automatisierten ersetzt, der jedoch erst 1985 in Betrieb ging. Er ist 24 m hoch, durch die Klippe beträgt die Leuchtfeuerhöhe 71 m über Normalnull.

Hafen und Bauwerk beziehen ihren Namen von den grossen Sardinenschwärmen, die einst alljährlich mit dem Kanarenstrom vorbeizogen. In jener Zeit blühte die Konservenindustrie auf den Kanaren und auch am Playa de las Canteras in Las Palmas war dort, wo heute das Auditorio Alfredo Kraus steht, eine grosse Fischfabrik angesiedelt. Von den einst so grossen Sardinenschwärmen ist nicht mehr viel übrig geblieben.

GC200 + GC-210 – fantastische Roadtrips ab Puerto de las Nieves.

Die beiden wohl schönsten und spektakulärsten Strassen von Gran Canaria, lassen sich direkt von Puerto de las Nieves aus mit einem eintägigen Roadtrip erleben. 1934 wurde mit dem Bau der GC-200 von Puerto de las Nieves nach Mogán begonnen. Die Strasse schlängelt sich teils in hunderten Metern Höhe über dem Atlantik atemberaubend entlang der Klippen. Sie gilt als eine der spektakulärsten Küstenstrasse weltweit und ist die gefährlichste Strasse Spaniens.

GC-200 – Roadtrip auf Gran Canaria.

GC-200 – Roadtrip auf Gran Canaria.

Die GC-210 erschliesst die einsame und grandiose Bergwelt von Gran Canaria. Schmale Schluchten werden durchfahren, Stauseen passiert, Hochebenen gequert, Felssiedlungen der Ureinwohner passiert. Ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Wer seine Zeit in Puerto de las Nieves ohne Auto verbringt, sollte andenken, sich im Fährhafen bei CICAR einen günstigen Wagen zu leihen. Die Raten für Kleinwägen sind äusserst günstig und die sind optimal für die engen kurvigen Bergstrassen. ¡Viva España! hat dem Thema GC-200, GC-210 und Mietwägen auf den Kanarischen Inseln eigene Artikel gewidmet (s.a. Linkverzeichnis).

Eine Woche in Puerto de las Nieves – wohnen + essen.

Gross ist die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Puerto de las Nieves nicht. In den letzten Jahren entstanden einige kleine hübsche Appartements direkt im Hafen, die über Airbnb angeboten werden. Wer lieber ins Hotel geht, der hat drei Möglichkeiten, wobei nur zwei zu empfehlen sind. Auf gutem vier Sterne Niveau bietet sich das 2019 vollständig renovierte Hotel & Spa Cordial Roca Negra an. Die Zimmer modern und komfortabel, die fast ausschliesslich kanarischen Mitarbeiter von herausragender Freundlichkeit. Wer üblicher Weise kein Fan der Halbpension ist, kann diese getrost dazu nehmen. Themenabende, frisch gekocht, hier wird Qualität statt Masse geboten. Auch das Frühstück ist ein Genuss.

Hotel Cordial Roca Negra Puerto de las Nieves Gran Canaria.

Hotel Cordial Roca Negra Puerto de las Nieves Gran Canaria.

Jene, die mit schmaler Geldtasche anreisen, gehen ins RK Hotel El Cabo. Es liegt in Sichtweite der Busstation. Sehr einfache aber saubere Zimmer werden geboten und eine tolle Dachterrasse. Im Untergeschoss befindet sich ein grosser, gemütlicher Aufenthaltsraum. Lesebereich, Wohnzimmeratmosphäre, eine grosse Küche mit Esstisch, einige Automaten. Hier kann sich jeder sein Frühstück oder Abendessen selber zubereiten. Das Publikum ist angenehm.

Wer es ganz ausgefallen liebt und mit einer grösseren Gruppe unterwegs ist, der sollte sich das Ressort Redondo de Guayedra Eco Lodges B&B ansehen. Erholung pur aber ein Auto wird benötigt.

Die Coffee & Wine Bar – Los Berrazales in Agaete.

Die Coffee & Wine Bar – Los Berrazales in Agaete.

Gastronomisch bietet der Ort das Übliche in recht eingeschränktem Umfang. Laufend öffnen Glücksritter Lokalitäten, um nach der ersten Saison wieder aufzugeben. Eine Überlebenschance haben fast nur die touristischen Restaurants, vorwiegend Seafood, an der Wasserfront. Die sind wie weltweit üblich relativ teuer und da sie nicht auf Stammkunden setzen, in geringerem Ausmass motiviert. Besser in das unscheinbare „Restaurante Mi Hermano“ gehen, das versteckt beim Hotel El Cabo liegt. Am Wochenende wird es von Einheimischen gestürmt, die dort stundenlang mit der Familie essen. Unter der Woche ist es ein solider Tipp.

Restaurants in Agaete? Fehlanzeige. Reisende die mit kleinen spanischen Traditionsgerichten zufrieden sind wie beispielsweise tortillas, ein gutes Glas Wein oder einen erstklassigen Café und Süsses wollen, die sind auf der Terrasse der „Coffee & Wine Bar – Los Berrazales“ direkt am Hauptplatz gut aufgehoben. Gemütlich im kanarischen Takt geht es zu, also Zeit mitbringen.

Hin + rum – wer will ganz ohne Auto.

Puerto de las Nieves ist ab dem Terminal San Telmo in Las Palmas direkt mit der Linie 103 zu erreichen. Die Fahrt ist gemütlich und angenehm in den modernen Bussen. Unterwegs ist der Fahrgast eine knappe Stunde, da u.a. auch Galdar angefahren wird und der Fahrer dort erst einmal eine kleine Pause einlegt. Wer das Ganze als Einstimmung auf die kanarische Gemütlichkeit und als erstes Sightseeing betrachtet, dem wird die Fahrt gefallen. Vom Airport wird San Telmo mit dem Airport Express in zwanzig Minuten erreicht. Die Eigenarten des Busfahrens auf den Kanaren, wird in einem eigenen Artikel beleuchtet (s.a. Linksammlung). Wem dann doch der Sinn nach einem Mietwagen für einen oder mehrere Tage steht, der ist bei CICAR im Hafen gut aufgehoben.

Die herrlichen Küstenstrassen von Gran Canaria mit dem Bus entdecken.

Die herrlichen Küstenstrassen von Gran Canaria mit dem Bus entdecken.

Tipps + Links – da sollte nachgeschlagen werden.




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