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Trailrunning – von Conil de la Frontera zum Faro de Trafalgar.
Aktiv

Runners delight – andalusischer Küsten Trail, brutal schön.

Von Conil de la Frontera entlang der Küste zum Faro de Trafalgar.

Leuchtturm Faro de Trafalgar an der Costa de la Luz.

Leuchtturm Faro de Trafalgar an der Costa de la Luz.

Der Trailrun von Conil de la Frontera zum Faro de Trafalgar, zeichnet sich dreifach aus: Sportlich, landschaftlich und geschichtlich. Beim Blick auf die Karte, wirkt er für Trail Begeisterte uninteressant. Wer ihn läuft, wird seine Meinung ändern. Durchquert wird ein Teil der Comarca de La Janda. Der Gemeindezusammenschluss, comarca, bezeichnet sich selbst als Gebiet von aussergewöhnlicher Schönheit, das wunderbare Natur mit viel Geschichte verbindet. Das kann bestätigt werden. Der Begriff „janda“ erinnert an die grosse Lagune, die sich einst von Tarifa hinauf in den Sünden erstreckte. Heute sind es marismas, Salzwiesen, an der Küste feinsandige Dünen.

Die marismas am Punta Umbría am frühen Morgen.

Die marismas am Punta Umbría am frühen Morgen.

Sportlich ist der Trail herausfordernd, auch wenn kaum Höhenmeter gemacht werden. Schnelle Tracks gehen in tiefen Sand über, Piste, ein kurzes Stück Asphalt, wieder tiefer Sand. So geht es dahin. Konzentrierte Blicke auf den Pfad oder genussvoll in die Landschaft blickend. Das Klima stellt zu jeder Jahreszeit eine Herausforderung dar. Im Sommer so heiss, kaum machbar, passt die Temperatur, setzt im Frühling der heftige Levante, der Ostwind, zu, im Sommer der Nordost Wind und im Winter irgendwie aus allen Richtungen. Ist es mal windstill, dann ist die Hitze drückend. Als Zugabe gibt es in der feuchten Jahreszeit heftige Regengüsse. Auch wenn es auf der Karte nicht so wirkt: Ein Trail der Natur in all ihren Facetten erleben lässt.

Tiefer Sand am Trail Richtung El Atunar.

Tiefer Sand am Trail Richtung El Atunar.

Durch Blumenwiesen nach El Atunar.

Durch Blumenwiesen nach El Atunar.

Landschaftlich hat der Trail einiges zu bieten. Er gibt einen kleinen Auszug der Schönheiten Andalusiens. Dehesas werden passiert, auch spanische Savanne genannt. Die wunderbare Dünenlandschaft der Costa de la Luz wird durchlaufen und wer den Trail im Frühling unter die Schuhe nimmt, der bekommt andalusische Blumenpracht entlang des Weges präsentiert. Sie gedeihen auf den saftigen marismas, auf denen die vaca retinta grast. Auch zwei salados werden überquert bzw. umlaufen. Salzige, salado, Flüsse, rios oder Bäche, arroyos. Sie werden aus den Salzwiesen und umliegenden Hügeln gespeist und münden ins Meer. Zur Flut drückt das Meerwasser in sie. Im Sommer sind die Wasserläufe ausgetrocknet und füllen sich nur bei Flut.

Dehesa Richtung Zahora.

Dehesa Richtung Zahora.

Schnelle Piste von El Atunar nach Zahora.

Schnelle Piste von El Atunar nach Zahora.

Wie die Selbstdarstellung der Comarca de La Janda verspricht, erreicht der Runner historische Orte, zu Beginn den Torre de Castilnovo samt Poblado Castilnovo. Beides wurde beim Erdbeben von Lisboa 1755, das selbst auf den Azoren und in der Schweiz Schäden anrichtete, durch einen 20 Meter hohen Tsunami dem Erdboden gleich gemacht. 1995 wurde der torre rekonstruiert. Neben ihm ein historischer Poller für die almadraba. Im Süden wird das Cabo de Trafalgar erreicht, samt schönem Faro und Resten eines maurischen Wachturms. Ein Kap, an dem die britische Flotte die spanische Armada förmlich ausradierte.

Runner, die mehr über jenes erfahren wollen, das sie entlang des Trails begleiten wird, finden in den Artikeln „Excursión Conil de la Frontera – an der Grenze zu den Mauren.“, „Almadraba – Roter Thun aus Conil de la Frontera.“ und „Cabo de Trafalgar – Horizont und Leuchtturm.“ Lesenswertes (s.u.).

Brutal schön – die Challenge im Überblick.

Trail Conil de la Frontera - Faro de Trafalgar.

Trail Conil de la Frontera – Faro de Trafalgar.

Vorneweg, es wird hart. Tiefer Sand gibt an einigen Stellen zu kämpfen. Für den erfahrenen Trailrunner wird die grösste Herausforderung das Klima sein. Früh sollte gestartet werden, ausreichend Wasser im Trailrucksack dabei sein, denn unterwegs gibt es nur eine Möglichkeit, seine Vorräte aufzufüllen. Ein genaues Studium der Wettersituation ist ratsam. Neben dem Temperaturverlauf ist Windrichtung und -stärke das Kriterium, um seine Kräfte einzuteilen. Dreht der Wind gegen Sommer auf Nordost, wird der Rückweg zur Herausforderung.

Nicht nur Runner, für die 28,4 K und 120 Hm bei harten Bedingungen kein Problem sind, sollten den Track ida y vuelta, hin und zurück, laufen. Dafür ist er zu schön. Gut Trainierte werden auch mit dem Weg nach Süden, ohne den Rückweg anzutreten, zufrieden sein. Für die Rückkehr gibt es Alternativen (s.u.). Jene, die es tranquilo lieben, machen aus dem Trail eine gemütliche Küstenwanderung und essen in Zahora oder Los Caños de Meca zu Mittag. Für das Mountainbike ist die Route nicht geeignet. Zu tief wird der Sand. Ein Drittel der Strecke müsste geschoben werden. Das macht wenig Sinn.

Höhenmeter Trail Conil de la Frontera - Faro de Trafalgar.

Höhenmeter Trail Conil de la Frontera – Faro de Trafalgar.

Río Salado – Torre de Castilnovo.

Start am Río Salado in Conil de la Frontera.

Start am Río Salado in Conil de la Frontera.

Die Startlinie befindet sich direkt an der Mündung des Río Salado. Ein kleiner Park mit Palmen und gusseisernen Bänken, auf denen sich vormittags die männlichen jubilados, Rentner, von Conil zum Plausch treffen. Noch ist es einsam, der Morgen frisch, angenehme Temperaturen zum Laufen, noch. Der Río Salado liegt in morgendlichem Streiflicht. Der Himmel spiegelt sich im Wasser, der nasse Sand in sattem Ocker. Ein schönes Bild. Start, über die Brücke, das erste Etappenziel, der Torre da Castilnovo, ist in der Ferne gut auszumachen. Die Sonne im Gesicht geht es los.

Der Río Salado im frühen Morgenlicht.

Der Río Salado im frühen Morgenlicht.

Die Brücke über den Río Salado.

Die Brücke über den Río Salado.

Es beginnt gut, schneller Trail, Piste entlang der marismas. Die vaca ratinta grast. Die Steaks von ihr sind ausgezeichnet und werden delikat im La farina 1792 in Conil serviert. Eine Idee für den Abend. Kurzer Vorgeschmack für Kommendes, wenige Meter tiefer Sand, der erste in den Schuhen. Davon gibt es später mehr.

Trail Richtung Torre de Castilnovo.

Trail Richtung Torre de Castilnovo.

Tiefer Sand am Trail Richtung Torre de Castilnovo.

Tiefer Sand am Trail Richtung Torre de Castilnovo.

Dann wieder blumige Piste und der Torre de Castilnovo samt altem Poller für die almadraba ist erreicht. Vielleicht schnell ein Foto, denn so schön präsentiert sich der Turm nur im klaren Morgenlicht.

Piste Richtung Torre de Castilnovo.

Piste Richtung Torre de Castilnovo.

Torre de Castilnovo und Pfeiler für die Netzleinen der Almadraba.

Torre de Castilnovo und Pfeiler für die Netzleinen der Almadraba.

Torre de Castilnovo – El Palmar.

Schneller Trail vom Torre de Castilnovo nach El Palmar.

Schneller Trail vom Torre de Castilnovo nach El Palmar.

Ab dem Torre de Castilnovo perfekte Spur. Sie verleitet in der Morgenfrische, den Wind meist im Rücken, richtig Tempo zu machen. Der Tag ist früh, auf die Kräfte achten. El Palmar taucht auf, beliebt bei Surf Novizen, vor allem auch wegen der Bar und Café Szene. Der Arroyo de Conilete, auch ein salado, versperrt den Weg.

Arroyo de Conilete vor El Palmar.

Arroyo de Conilete vor El Palmar.

Hier gibt es keine Brücke. Im Sommer wird das trockene Bett durchlaufen, im Frühling muss er über den Strand umrundet werden. Steht die Flut hoch, könnte es notwendig sein, die Schuhe kurz auszuziehen. Läuft das Wasser bereits ab, findet sich eine trockene Stelle am Strand, um ihn überqueren zu können. Der auf Karten eingezeichnete Verlauf des Arroyo de Conilete ist mehr theoretischer Natur, denn der ändert sich laufend.

Der Arroyo de Conilete im Sommer ausgetrocknet.

Der Arroyo de Conilete im Sommer ausgetrocknet.

El Palmar – El Atunar.

Arroyo de Conilete vor El Palmar.

Arroyo de Conilete vor El Palmar.

Der Arroyo de Conilete ist gemeistert, nun steht ein kurzes Stück Asphalt an. Bald wird der supermercado Spar erreicht. Hier ist die letzte Möglichkeit Wasser zu kaufen. Nach dem supermercado beginnt die Lokalszene aufzukeimen und immer intensiver zu werden, weshalb El Palmar besonders beliebt ist. Zum Wellenreiten ein wenig ergiebiger Beachbreak, ist er keine erste Adresse für Surfer. Zum Üben aber nicht schlecht. Wer mehr sucht, ist am Puntalejo nördlich besser aufgehoben.

Kurze Asphaltpassage durch El Palmar.

Kurze Asphaltpassage durch El Palmar.

El Palmera Vejer de la Frontera Andalusien Spanien.

El Palmera Vejer de la Frontera Andalusien Spanien.

Während es Richtung Süden geht, begleitet der lange und schöne Playa de El Palmar rechter Hand den Läufer. Ist er bereits belebt ein klares Zeichen, es wurde zu spät aufgebrochen. Bei Niedrigwasser wirkt der komprimierte Sand am flachen Strand verführerisch: Den Asphalt verlassen und dort weiterlaufen. Theoretisch wäre auch ab hier, wie auch von Conil de la Frontera, das Cabo de Trafalgar nur über die sandige, endlose Küste zu erreichen. Wer es sich zutraut, warum nicht, Realisten bleiben am beschriebenen Track.

Playa de El Palmar.

Playa de El Palmar.

Ein Kreisverkehr wird passiert, gerade durch, der Asphalt wird ruppiger, die Chiringuito Gran Baba taucht in einer 90 Grad Kurve auf. Geradeaus geht es auf einen tiefsandigen Pfad. Den nehmen. Wer sich am Asphalt trotz schöner Aussicht langweilte, der kommt nun auf seine Kosten. Es wird anstrengend. Kurz noch einmal etwas Piste, bis die Chambala El Palmar erreicht ist und dann bis El Atunar muy bonito pero mucho duro también, sehr schön aber auch sehr hart.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Ab der Chambala El Palmar Trail Genuss. Es geht durch Dünen, hinauf, hinunter, tiefer Sand, zum Strand, wieder hinauf. !Cuida este paraiso!, ein buntes Schild mahnt, dieses Paradies sorgsam zu behandeln. Das tun Trailrunner, denn mehr als ihre Schuhabdrücke sollten sie nicht hinterlassen.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Und immer wieder Blumen in allen Farben, Sodapflanzen in Gelb, früher sehr wertvoll, sie lieferten wichtige Rohstoffe. Es riecht wunderbar. Andalusien, einfach phantastisch, hier ist das Leben zu Hause. Spätestens jetzt kommt Euphorie auf. Der tiefe Sand füllt die Schuhe. Weiter laufen, in El Atunar ist es Zeit sie zu leeren.

Durch Blumenwiesen nach El Atunar.

Durch Blumenwiesen nach El Atunar.

Noch eine lange Passage durch feinen aber tiefen Sand und der Playa la Mangueta in El Atunar ist erreicht. Mangueta für Leiste, vielleicht weil er sich so schmal nach Süden erstreckt. Viel Sand hat sich in den Schuhen angesammelt. Kurzer Stopp, den Sand leeren, für eine schnelle Etappe hinüber nach Zahora.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Durch Dünen und tiefen Sand von El Palmar nach El Atunar.

Playa la Mangueta in El Atunar.

Playa la Mangueta in El Atunar.

El Atunar – Zahora.

Schnelle Piste von El Atunar nach Zahora.

Schnelle Piste von El Atunar nach Zahora.

Nachdem die Schuhe vom Sand der herrlichen Dünen der Costa de la Luz befreit wurden, geht es auf erholsame Piste. Schattig unter Bäumen rollt es zwischen Küste und dehesas. Erst eine Koppel mit Pferden, dann weidet wieder die vaca retinta am Abzweig in die Siedlung Zahora.

Dehesa Richtung Zahora.

Dehesa Richtung Zahora.

Dehesa von Zahora mit der Vaca Retinta.

Dehesa von Zahora mit der Vaca Retinta.

Die Route richtig gewählt, geht es auf fester schattiger Piste durch die unspektakuläre Siedlung von Zahora.

Der optimale Track durch Zahora.

Der optimale Track durch Zahora.

Eintauchen ins echte Andalusien, kein Tourismus, es könnte auch ein Dorf auf den Kanaren sein. Die Mittagshitze kündigt sich zwischen den ruhigen kühlen Mauern der Häuser an. Gelegentlich bellt ein Hund. Es riecht intensiv nach frischer Wäsche. Die kommt vormittags raus, denn zu Mittag ist sie schon trocken. Das alles fühlt sich gut an, in dieser anderen Welt, warum, das spielt keine Rolle.

Auf Piste durch die ruhigen Ecken von Zahora.

Auf Piste durch die ruhigen Ecken von Zahora.

Auf Piste durch die ruhigen Ecken von Zahora.

Auf Piste durch die ruhigen Ecken von Zahora.

Kurz geht es auf Asphalt, bis das markante Restaurante La Tertulia, der Stammtisch, erreicht wird, dann gleich wieder scharf rechts auf feste Piste.

Im Brennpunkt von Zahora zurück auf die Piste.

Im Brennpunkt von Zahora zurück auf die Piste.

Zahora – Cabo de Trafalgar.

Vom Brennpunkt von Zahora zurück auf die Piste.

Vom Brennpunkt von Zahora zurück auf die Piste.

Nichts mehr mit Schatten, die Piste liegt ungeschützt in der Sonne. Nach der Erholungsetappe geht es zum Halbzeitfinale noch einmal richtig zur Sache. Bald taucht die autovía A-2233 auf. Dort zweigt eine Piste Richtung Faro de Trafalgar ab. Piste ist vielleicht übertrieben, Allrad Spuren im tiefen Sand Richtung Küste. Auf die geht es, übel zu laufen, aber schon nach den ersten beiden Biegungen kommt der Leuchtturm in Sicht. Das gibt Energie, bald ist es geschafft, die Hälfte jedenfalls.

Durch tiefen Sand Richtung Playa de las Pumas.

Durch tiefen Sand Richtung Playa de las Pumas.

Durch tiefen Sand Richtung Playa de las Pumas.

Durch tiefen Sand Richtung Playa de las Pumas.

Die Schritte sind schwer im tiefen Sand, der Leuchtturm schon zum Greifen nahe. Ein gesprengter alter Bunker, Übermütige überqueren ihn. Weit ist es nicht mehr und einwenig Überblick schadet nicht.

Am Playa de las Pumas – Faro de Trafalgar und alter Bunker.

Am Playa de las Pumas – Faro de Trafalgar und alter Bunker.

Am alten Bunker am Playa de las Pumas.

Am alten Bunker am Playa de las Pumas.

Vom Bunker wirken die letzten paar Hundert Meter wie ein Spaziergang. Es täuscht, der Sand weiter tief und kräfteraubend und dann stellt sich noch eine Düne mitten in den Weg. Über die drüber, der Playa de las Pumas breitet sich aus und der Faro de Trafalgar präsentiert sich elegant auf einer kleinen Klippe.

Die letzten Meter durch tiefen Sand zum Faro de Trafalgar.

Die letzten Meter durch tiefen Sand zum Faro de Trafalgar.

Die letzten Meter durch tiefen Sand zum Faro de Trafalgar.

Die letzten Meter durch tiefen Sand zum Faro de Trafalgar.

Über den Playa de las Pumas, dort würde im Sommer direkt unter dem Leuchtturm die Chringuito Faro Beach Los Caños mit kühlen Getränken, Café und Imbiss locken. In der Off-season ist sie abgebaut, keine Spur von ihr, das muss so sein, wegen dem Umweltschutz. Über einen freundlicherweise befestigten Pfad hinauf zum Leuchtturm, das hilft. Halbzeit!

Chringuito Faro Beach Los Caños am Cabo de Trafalgar.

Chringuito Faro Beach Los Caños am Cabo de Trafalgar.

Hinauf zum Faro de Trafalgar.

Hinauf zum Faro de Trafalgar.

Am Faro de Trafalgar.

Faro de Trafalgar am Cabo de Trafalgar.

Faro de Trafalgar am Cabo de Trafalgar.

Geschafft, das wars, fürs Erste. Am besten zu den wenig gepflegten Überresten des maurischen Wachturms hinüber gehen. Hinsetzen und geniessen.

Reste des maurischen Wachturms am Cabo de Trafalgar.

Reste des maurischen Wachturms am Cabo de Trafalgar.

Zu Füssen liegt nach Norden ausgebreitet der Playa de las Pumas in der Cala Isabel. Eigen, woher der Name wohl stammt. Der Ausblick über den Atlantik ist wunderbar. Der rollt in der flachen Bucht meist in sanfter Brandung an den feinsandig Strand. Im Frühling ist es am Playa de las Pumas einsam. Dafür wird gerne auf die chringuito verzichtet. Unverschämt türkis-kristallklares Wasser lockt verführerisch mit einer Abkühlung. Was tun, schnell entscheiden, wer zu lange sitzt, bricht nicht mehr auf.

Playa de las Pumas an der Cala Isabel.

Playa de las Pumas an der Cala Isabel.

Kristallklares Wasser in der Cala de Isabel.

Kristallklares Wasser in der Cala de Isabel.

Vuelta – die Optionen.

Vuelta, im Leben sollte immer mindestens ein Plan B parat sein. Runner, die beschlossen, den einsamen Strand zu geniessen, ein Bad im Atlantik zu nehmen, faul in der Sonne zu liegen und nicht aus eigener Muskelkraft den Rückweg anzutreten, sind trotzdem Gewinner. Die ida an den Faro war kein leichtes Unterfangen. Viele hätten schon in El Palmar aufgegeben. Eben, es lässt sich alles zurecht biegen, in Andalusien auf jeden Fall. Warum nicht die vuelta motorisiert antreten?

Die sandige Landzunge zum Cabo de Trafalgar.

Die sandige Landzunge zum Cabo de Trafalgar.

In diesem Fall wird vom Faro aus eine sandige Landzunge überquert. Die Klippe, auf dem der Leuchtturm in den Himmel ragt, stand einst frei im Atlantik. Nach und nach entstand eine sandige Landbrücke, befeuert durch die Küsten Hebungen des Erdbebens von Lisboa 1755. Steht die Flut hoch, ist der Leuchtturm aber auch heute nicht trockenen Fusses zu erreichen. Nicht so extrem wie Monte Saint-Michel an der französischen Atlantik Küste, aber die Hose sollte schon hochgekrempelt werden.

Die Hippie Stände in Venta Alfardía.

Die Hippie Stände in Venta Alfardía.

Küstenseitig liegt die Venta Alfardía, einst eine Hippie Siedlung, venta für Verkauf. Die Überlebenden und Nachfahren gehen mit der Zeit und manifestieren nun den damaligen Zeitgeist in Bastelarbeiten, gerne auch Handelsware aus Pakistan und China, um sie den Touristen als Kunsthandwerk anzudrehen. Kapitalistische Ausbeutung wurde nach jahrzehntelanger Kritik verstanden und wird nun eigenhändig umgesetzt. In einem Schuppen könnten überteuerte Dosengetränke gekauft und gleich getrunken werden.

Die Hippie Stände in Venta Alfardía.

Die Hippie Stände in Venta Alfardía.

Schnell durch die Venta Alfardía durch und in die Siedlung Los Caños de Meca. Dort würden sich auch einige Bars und Restaurants finden. Die Parada TGComes wird angesteuert. La parada, die Haltestelle, dort startet die Linie 237 (s.u.) des Consorcio de Transportes Bahía de Cádiz via Conil de la Frontera in die Provinzhauptstadt. Das kostet kaum etwas. Wer es luxuriöser mag, der ruft ein Taxi und lässt sich für 15 bis 17 Euro nach Conil chauffieren. Auch das ist erlaubt, für Runner, in Andalusien auf jeden Fall und wissen muss das auch niemand.

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Bildnachweis.

Bilder: © Dr. Ingmar Köhler.
Kartenausschnitte: Zitat aus © Garmin Ltd. TOPO España v7 PRO; Routen und POIs Dr. Ingmar Köhler.

Downloads.

Fahrplan Linie 237 Cádiz nach Los Caños de Meca.

!Al final, como siempre: no promoción!

Und wie immer: Keine Werbung, keine Promotion, keine Zuwendungen oder Abmachungen welcher Art auch immer von und mit Dritten. ¡Viva España! ist ein Leuchtturm, der aus dem Nebel des Mainstreams ragt, ein Monument der Ratio, der aus eigener Kraft und ohne Interferenzen strahlt.

 

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